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"City of Change" studierte Urban-Projekte in Gera

Gera war für "Cities of Change", eine Veranstaltung der Weltbank und der Bertelsmann-Stiftung für neue bzw. künftige EU-Mitgliedsländer, eine Reise wert. "Wir sind im Internet auf die Stadt gestoßen", erzählte Claudia Walther von der Bertelsmann-Stiftung. Für die Abschlussveranstaltung des Projektes, ein Netzwerk, zu dem acht Städte aus Osteuropa gehören, habe man eine Stadt gesucht, die ein interessantes Beispiel für das strategische Management zur Umweltpolitik liefere. Dafür sei Gera als Urban-II-Stadt geradezu prädestiniert und ins Auge gefallen, stellte sie fest.
Über vier Jahre begleiteten die Weltbank und die Bertelsmann-Stiftung fast 50 Teilnehmer. Sie kamen aus Bulgarien, Ungarn, Lettland, Polen, Slowakei und anderen osteuropäischen Ländern. Das Netzwerkmeeting fand in den ersten Junitagen in Apolda statt. Dabei wurden Resultate der langjährigen Betreuung aufgezeigt und noch einmal differenzierte Projekte vorgestellt.
Zur Abschlusskonferenz wurden mehrere Städte bereist. In Gera weilten 14 Vertreter. Sie kamen aus Pazardjik in Bulgarien sowie aus Poznan und Ostrów-Wielkopolski in Polen. Darunter befanden sich Bürgermeister, Verwaltungsangestellte sowie Finanz- und Umweltexperten. Sie wollten an Hand praktischer Beispiele erkunden, wie aus Visionen ein Schwerpunkt gesetzt, daraus ein Programm gemacht und in die Tat umgesetzt wird. Vor allem interessierten sich die Teilnehmer aber auch dafür, wie man an Fördertöpfe der EU herankommen kann und welche Hürden es zu überwinden gilt.
Die finzanztechnische Seite erläuterte Heinz Hoffmann von der Thüringer Staatskanzlei, der außerdem eine Übersicht zu Strukturfonds der EU und deren Einsatz in Thüringen gab. Das Urban-Projekt in Gera stellte Dieter Jentzsch von der Troje Beratungs GmbH vor. Beeindruckt zeigten sich die polnischen und bulgarischen Städtevertreter von den Einzelprojekten wie der Wiederbelebung von Industriebrachen, der Beseitigung von Umweltbelastungen und dem Übereinandergreifen von Urban- und Buga-Projekten im Ufer-Elster-Park.
Bei der anschließenden Bustour durch Gera, verfolgten die Gäste mit großer Aufmerksamkeit den neuen Schienenstrang der Stadtbahnlinie 1, die der Geschäftsführer der Geraer Verkehrsbetrieb GmbH, Dr. Norbert Vornehm, vorstellte. In diesem Zusammenhang erfuhren sie auch von der Bachrenaturierung am künftigen Bahnverlauf nach Pforten und bezeichneten dies als erstaunenswertes Vorhaben. Aber auch der Ort der Konsultation, die Volkshochschule - ebenfalls ein Beispiel gekonnter Urban-Stadtsanierung - fand das Interesse der Teilnehmer. "Es war ein wertvoller Abschluss", schätzte die Bertelsmann-Vertreterin, Claudia Walther, ein.
Weitere Teilnehmer weilten in Eisenach, wo den Fragen der Wirtschaftsentwicklung nachgegangen wurde. Ein Tag war der Landeshauptstadt Erfurt gewidmet.

( NG/hs, 11.06.2004 )

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