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Hiesige Firmennutzen ihre Exportchancen zu wenig

Unsere mittelständischen Unternehmen in der Geraer und Ostthüringer Region sowie in ganz Thüringen lassen ein ganze Menge Exportchancen in den Nahen und Mittleren Osten einschließlich Nordafrika noch ungenutzt. So wurden beispielsweise im Jahre 2003 von Thüringer Firmen in den arabischen Raum lediglich Waren im Wert von 130 Millionen Euro ausgeführt (2,2 Prozent des Gesamtexports). Hingegen waren es bei den neuen EU-Beitrittsländern immerhin schon 14 Prozent. Daß es sich aber lohnt, neue Märkte zu erschließen, wurde Anfang der Woche auf einem Informationstag deutlich, den die IHK Gera veranstaltete.
Wie Geschäftsführer Bernd Schäfer und Sachgebietsleiter Klaus-Dieter Kirchner vor der Presse informierten, stand die Beratung unter dem Motto "MENA Road Show". MENA steht für die englische Bezeichnung Middle East und North Africa. IHK-Experten informierten gemeinsam mit Vertretern von sechs Außenhandelskammern (AHK) die erschienenen Unternehmer in individuellen Gesprächen über Marktchancen für ihre Produkte und Dienstleistungen.
21 Firmen waren der Einladung der IHK gefolgt. Rat und Hilfe holte sich auch Bernd Jurke, Geschäftsführer des Geraer Unternehmens "Innovative Großküchensysteme", das seine Exportbeziehungen ausbauen will. Christian Heller, Geschäftsführer der Firma Arnstadt Kristall, deren Erzeugnisse zu 80 Prozent in den Export gehen (z. Z. stattet der Betrieb zwei malaysische Paläste mit Glasschmuck aus) berichtete, daß er im arabischen Raum noch Absatzchancen sehe.
Patrick Martens von der AHK für Saudi-Arabien, Martina Ziebell von der AHK-Arbeitsgemeinschaft MENA und Dr. Dalia Abu Samra von der Deutsch-Arabischen Außenhandelskammer, legten übereinstimmend dar, daß die arabischen Staaten ein wachsendes Interesse an neuer deutscher Technik und Technologie und an deutschen Qualitätserzeugnissen zeigen. So hätten die zahlungskräftigen Saudis ein regelrechtes Faible für deutsche Produkte. Interessanterweise verwiesen Geschäftspartner des Nahen und Mittleren Ostens darauf, daß ostdeutsche mittelständische Firmen flexibler auf neue Marktanforderungen reafieren würden.
Der Informations- und Beratungstag war Bestandteil einer seit Monaten laufenden Exportkampagne der Ostthüringer IHK. Sie ist damit die einzige Kammer in den neuen Bundesländern, die sich an eine solche Offensive wagte. Unter dem Leitgedanken "Thüringen goes global" will suiue im Verbund mit den anderen Kammern des Freistaates die exportwilligen einheimischen mittelständischen Unternehmen beim Einstieg in neue Märkte des Auslandes unterstützen.
Neben den Ländersprechtagen mehrmals im Jahr gibt es auch Hilfe bei der Beteiligung an nationalen und internationalen Messen. so können z. B. sich im November Betriebe der Bau- und Umweltbranche auf einem IHK-Gemeinschaftsstand zur Messe in Dubai präsentieren.
Die IHK erhält vom Land rund eine Million Euro für die Außenwirtschaftsförderung.

( Harald Baumann, 14.05.2004 )

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