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Geliebte Schmerzen für die Theatersanierung

"Genießen Sie den einmaligen Blick von der Orangerie auf die Westseite des Theaters, wie wir ihn im letzten Jahrzehnt nicht hatten", verwies Geras Oberbürgermeister Ralf Rauch euphorisch auf die freie Fläche der abgerissenen Bühne am Park. Er konnte in guter Stimmung sein, denn die Thüringer Kultusministerin Prof. Dr. Dagmar Schipanski und Finanzministerin Birgit Diezel überbrachten den ersehnten Fördermittelbescheid des Landes Thüringen zur umfassenden Sanierung des Geraer Theaters. "Es ist der allergrößte Förderbescheid für einen kommunalen Hochbau", stellte der Oberbürgermeister fest.
14,7 Millionen Euro reichte Prof. Schipanski an die Stadt weiter und brachte ihre große Freude zum Ausdruck, dass es gelungen ist, gerade in diesen kritischen Zeiten soviel Geld für die Kultur aufzubringen. Aber man müsse auch Prioritäten setzen, meinte sie. Und die Finanzministerin Birgit Diezel bestätigte, um jeden Hunderter gekämpft zu haben. Aber auch die Stadt müsse ihren Anteil leisten. "Der Eigenanteil ist laut Stadtratsbeschluss gesichert"" verkündete Ralf Rauch, "wenn auch mit Schmerzen, aber die Schmerzen sind uns lieb", versicherte er. Glücklich auch der Generalintendant des Theaters Altenburg-Gera, in dessen Amtszeit das große Vorhaben konkrete Gestalt angenommen hat und nun der Umbau, der sich bis 2007 hinziehen wird, begonnen werden kann. Die Ausführungen müsse nun sein Nachfolger Dr. Eberhard Kneipel in die Hand nehmen.
Die gesamte Sanierung, nebst Neubau der Studiobühne, wird einen Umfang von rund 23,5 Millionen Euro einnehmen. Davon trägt das Land den Hauptanteil mit 15,8 Millionen Euro, wovon bereits im vergangenen Jahr 1,1 Millionen Euro ausgereicht wurden. Die Stadt muss 16 Prozent Eigenmittel aufbringen. Das sind etwa 3,8 Millionen Euro. In die Pflicht genommen ist auch der Denkmalschutz Buga mit einem Anteil von zwei Prozent.
Wird seit zwölf Jahren an vielen Ecken und Enden im Großen Haus herumgewerkelt und teilsaniert - bedeutend war 1993 die Einweihung des restaurierten Konzertsaales -, so sollen nun in einer Komplexsanierung wesentliche Sicherheitsmängel in der Bühnentechnik und im Brandschutz beseitigt sowie die funktionelle Verbesserung des Raumkonzeptes realisiert werden.
Doch zunächst erfolgt der Neubau an der Stelle der ehemaligen Bühne am Park. In ihm werden eine Studiobühne für 200 Besucher, eine Probebühne sowie Verwaltung und Kantine untergebracht. Im voll verglasten Foyer mit Abo-Büro öffnet sich der Blick in den Küchengarten. Der scharfe Start wird am 2. August erfolgen, verkündete der Werkleiter des städtischen Eigenbetriebes Zentrale Grundstücks- und Gebäudewirtschaft, Bernd Kriebitzsch. Die Fertigstellung ist im Juli 2005 geplant.
Die Sanierung des Großen Hauses beginnt im April 2005 mit der Fassade, und im Innenbereich geht es nach Beendigung der Spielzeit 2005 los. Wichtig sind die komplette Erneuerung der veralteten Bühnentechnik und die Lösung brandschutztechnischer Belange. Durch Umbauten im Orchestergraben sollen die akustischen Bedingungen verbessert werden, dazu gehört z.B. auch der Einbau einer Anlage zur elektroakustischen Veränderung der Nachhallzeiten. An die Freiflächengestaltung wurde ebenfalls gedacht.
Der Architekt Klaus Sorger versicherte, dass den Geraern und ihren Gästen noch vor der Eröffnung der Bundesgartenschau 2007 ein komplett renoviertes Theater zur Verfügung stehen wird. Geplante Einweihung: März 2007.

( Helga Schubert, 07.05.2004 )

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