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19 auf einen Streich - und Gera ist dabei

Wer wissen will, was mit seinen Steuergroschen geschieht, kann sich seit dieser Woche zumindest mit einem wichtigen der Verwendungszwecke vertraut machen. Er muß dazu nur seine Schritte ins Foyer des Geraer Finanzamtes (übrigens: größtes in Thüringen) lenken. Dort gibt es bis 13. Mai eine Wanderausstellung des Thüringer Finanzministeriums. Sie nennt sich "LandesBauTour" und stellt Projekte des Hochbaus im Freistaat vor. Da ließ es sich natürlich die Finanzministerin Birgit Diezel nicht nehmen, die Schau über das staatliche Bauen und dessen Finanzierung höchstpersönlich zu eröffnen.
Die Zahl der Bauprojekte seit der Wende ist im Grünen Herzen Deutschlands beachtlich. Die Ausstellung lenkt die Aufmerksamkeit des Besuchers besonders auf ein Sonderprogramm des Schulbaus unter dem etwas laxen Titel "19 Schulen auf einen Streich". Mit einem Aufwand von 92 Millionen Euro sind 17 Schulen und zwei Sportgymnasien in 14 Städten saniert worden.
Bei dem 19-fachen "Streich" ist Gera mit zwei Projekten dabei. Mit sieben Schulbausanierungen ist Ostthüringen insgesamt gut vertreten. Stets ging es darum, aus alten Plattenbauten moderne Schulen zu zaubern, die Lernenden wie Lehrenden Spaß machen. Rund 8200 Schüler und 900 Lehrer haben den Nutzen davon.
So war bei der Geraer Grundschule "Wilhelm Busch" ein Sanierungsaufwand von 3,97 Millionen Euro veranschlagt, um für 226 Schüler und 33 Lehrer neuzeitliche Lernbedingungen zu ermöglichen. Der Planungsentwurf bezeichnete es in seiner etwas verklausulierten Fachsprache als besonderes Anliegen, "innen und außen räumliche Qualitäten zu schaffen".
Auch bei der Geraer Grundschule "Erich Kästner" (205 Schüler, 31 Lehrer) kostet die Neugestaltung 3,9 Millionen Euro. Das alte Schulgebäude war räumlich zu groß. Andererseits fehlten Aula und Speiseraum. So wurden ein Rückbau vorgenommen und zugleich ein Neubau angefügt. Das gesamte Thüringer Projekt "19 Schulen auf einen Streich" half knapp 2000 Arbeitsplätze im Bauwesen zu sichern. Bauausführende waren in der Regel Firmen der Region.
Wie Birgit Diezel erläuterte, sind im staatlichen Hochbau Thüringens seit 1991 Projekte im Umfang von 11,6 Milliarden Euro realisiert worden. Das sind etwa 830 Millionen Euro Jahr für Jahr. Für Gera bedeutsam: der Bau der Berufsakademie. Die Planungen für ein Justizzentrum (im ehemaligen barocken Hygieninstitut in der Burgstraße) und von Polizeidienststellen gehen voran. Thüringen wird künftig nur noch ein Staatsbauamt haben. Gera wird sein Sitz.
Um welche öffentliche Baumaßnahme es sich auch handeln mag: Stets erfolgte die Finanzierung über das sogenannte "Thüringer Modell". Ein wichtiger Bestandteil ist dabei die private Vorfinanzierung, an die sich auch das Schulsanierungsprogramm anlehnt.

( Harald Baumann, 30.04.2004 )

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