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Aus ewgem Stein erbauet

"Ein Haus Gottes, das für alle offen ist", nannte Bischof Joachim Reinelt die neue Kirche St. Elisabeth, deren Weihe am vergangenen Wochenende begangen wurde. Für die katholische Gemeinde war dies ein bedeutendes Ereignis, und viele waren gekommen, um dabei zu sein und den Festakt mit dem Bischof mitzuerleben. So viele, dass das neue Gotteshaus sie gar nicht alle aufnehmen konnte und viele die Weihe im Gemeindehaus per Bildschirm verfolgen mussten. Bischof Joachim Reinelt vom Bistum Dresden-Meißen hatten sich kirchliche Würdenträger des Bistums und der Diözese angeschlossen. Bevor sich jedoch die Türen öffneten, erhielt der Bischof aus den Händen des Architekten Prof. Gisberth Hülsmann den symbolischen Schlüssel. Er stammt aus einem Karthäuser Kloster aus dem 19. Jahrhundert. "Kirche sind wir alle zusammen, weil wir uns immer wieder alle hier versammeln", sagte der Bischof. Er dankte allen, die zum Gelingen des Bauwerkes beigetragen haben: den Architekten, Bauleuten, Handwerkern, der Stadt sowie Pfarrer Klaus Schreiter und freute sich, dass sich auch Gäste aus den evangelischen Nachbargemeinden eingefunden hatten sowie generell über die wohltuende ökumenische Beteiligung. Bischof Reinelt segnete während des Gottesdienste das Taufbecken und besprengte die Gemeinde und die Kirchwände mit dem geweihten Wasser. Er hätte auch gern ein Kind getauft, meinte er, aber es gäbe schon viele Anmeldungen. Zu einem feierlichen Höhepunkt, dem die Gläubigen ehrfurchtsvoll folgten, wurde die Beisetzung der Reliquien der Heiligen Elisabeth und des Heiligen Jacobus d. Ä. in einem Schrein unter der Altarplatte. Danach nahm der Bischof die Salbung des Altars und der Kirche vor. Zuvor hatte der hohe Gast betont, wie wichtig er es findet, dass für Kirchen unserer Zeit wieder der Altartisch in der Mitte entdeckt wurde. Um ihn könne man sich versammeln und er wünschte viele glückliche erfüllte Stunden in dem neuen Gotteshaus. Zur Zeremonie gehörten auch das Verbrennen von Weihrauch, das festliche Anzünden der Lichter, die Kommunion und die Segnung des Tabernakels. Grußworte überbrachten Thüringens ehemaliger Ministerpräsident Dr. Bernhard Vogel, Finanzministerin Birgit Diezel und Geras Oberbürgermeister Ralf Rauch. Er beglückwünschte die Gemeinde zu dem wunderschönen Haus und bedankte sich dafür, dass die Stadt damit ein Gebäude erhalten habe, dass modern ist, mit klaren Linien und an so exponierter Stelle steht. Von der Bereicherung der geistlichen Kultur sprach Superintendentin Gabriele Schaller in ihren Grußworten. Sie wünsche sich eine weitere ökumenische Zusammenarbeit. Sie habe sich auch eine kleine Gabe überlegt und gehört, dass die Gemeinde für ein Weihrauchfass sammele. Es freue sie, dass man Kirche gut riechen könne. Superintendentin Schaller griff das Wort "Christusduft" auf und versicherte: "Wir beteiligen uns gern daran, auch Christusduft zu sein". "Ein Haus voll Glorie schauet weit über alle Land, aus ewgem Stein erbauet", sangen Gemeinde und Gospelchor zum Abschluss des Festaktes. Doch die Gemeindemitglieder hatten noch am Wochenende und der anschließenden Festwoche Gelegenheit, an Veranstaltungen teilzunehmen und die neue Kirche kennenzulernen.

( Helga Schubert, 21.11.2003 )

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