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Die Wärme aus der Erde

In den USA waren Tausende Haushalte über Stunden und Tage ohne Strom. Vielen wurde dadurch erst einmal klar, wie abhängig wir von Energie sind. Nun kann man Gera schwerlich mit den Staaten vergleichen, aber Sicherheit in der Energieversorgung brauchen wir gleichermaßen. Habenwir sie? Ja, Gera wird im Wesentlichen von drei Energieträgern versorgt, Stromaus der Steckdose, die Heizung mit Fernwärme und als drittes Medium das Gas, das ebenfalls schwerpunktmäßig für die Heizung oder Kochen zum Einsatz kommt. Alle drei Träger sind für den Abnehmer sicher, daran arbeiten wir wirklich Tag und Nacht. Alle diese Anlagen sind über Leitstände 24 Stunden unter Kontrolle. Außerdem haben wir in den letzten Jahren die erforderlichen Investitionen getätigt und machen das auch weiterhin. So bauen wir im nächsten Jahr im Norden der Stadt eine neue Gasübergabestation, um diese Sicherheit weiter auszubauen. Winterfestmachung steht beim Privatmann für Haus, Garten und Auto in den Herbstmonaten an. Muss man sich auch um den Gasanschluss kümmern? Das sollte man nicht selbst tun, denn das sind technisch schwierige Geräte, die nur vom Fachmann betreut werden sollten. Wir arbeiten mitqualifizierten Installateuren in Gera zusammen, die wir in einem Installateurverzeichnis führen und damit dazu beitragen, dass auch die Anlagen der Kunden von Fachleuten installiert und betreut werden. Früher ist man erschrocken, wenn es zum Austritt von Gas kam und sollte Gasgeruch sofort melden. Gibt es diese Sicherheitsmaßnahme noch? Was muss ich tun? Wir sorgen dafür, dass das Gas gerochen wird. Desweiteren gibt es bei uns die Störungsrufnummer 856 17 17, die 24 Stunden besetzt ist. Sie ergreift alle erforderlichen Maßnahmen. Dem Gas wird zur Sicherheit einspezieller Stoff zugesetzt, der vollkommen ungefährlich ist, aber dazu führt, dass man das eigentlich geruchfreie Erdgas riechen kann. Dazu gibt es weitere sicherheitstechnische Maßnahmen, die vom Verbraucher beachtet werden sollten. Wir wollen unsere Öffentlichkeitsarbeit gerade auf diesem Gebiet ausbauen. Eine Frage vorher: Sollte man als Verbraucher die Fingersicherheitshalber von den Anlagen lassen? Auf jeden Fall! Unser Mitarbeiter im Kundenbüro stehen zu fachlichen Auskünften rund um die Uhr zur Verfügung, die Installateurliste ist auch im Internet abrufbar. Bleibt die Versorgung mit Gas aktuell oder verdrängt die Fernwärme den Energieträger? Ganz im Gegenteil. Es muss ein gezieltes entweder Fernwärme oder Gasgeben, da beide Energieträger ihre spezifischen Vorteile haben, aber im Interesse unserer Kunden kostspielige Doppelinvestitionen vermieden werden müssen. Wir sind gerade dabei, unser Gasnetz zu erweitern. Besonders im Stadtteil Roschütz prüfen wir gegenwärtig die Voraussetzungen und Möglichkeiten. Die Höhe der finanziellen Aufwendung ist immens, mit einer Amortisation ist erst in etwa zehn Jahren zurechnen. Deswegen hoffen wir, dass sich möglichst viele Abnehmer für einen Gasanschluss entscheiden. Der Kunde hat z.B. den Vorteil, dass er keine Lagerhaltung wie bei Öl betreiben und damit nicht in Vorkasse gehen muss. Ist damit die Fernwärme unmodern geworden? Nein, die Fernwärme ist eigentlich moderner denn je, weil sie auch auf Gasbasis hergestellt wird. Sie hat den Vorteil, dass bei ihrer Produktion auch Strom erzeugt wird und so das Gas ganz effektiv ausgenutzt wird. Reine Kohleheizungen haben in unserer Stadt schon fast Seltenheitswert. Sehen Sie darin neben der unbestreitbaren Bequemlichkeit für den Verbraucher auch einen ökologischen Fortschritt? Ein wesentlicher Punkt für die Vorteile des Erdgases ist es, dass es in unterirdischen Rohrleitungen von Sibirien bis zu uns nach Gera kommt. Ander Oberfläche gibt es keinerlei Beeinträchtigungen, weder durch Lagerhaltungen noch durch den Transport. Ich erinnere nur an die verherrenden Havarien bei Öl. Unsere Firma versorgt rund 45.000 private Haushalte und gewerbliche Abnehmer mit Fernwärme und Gas. Hat das Sprichwort noch Gültigkeit, dass uns jemand - vielleicht auspolitischen Gründen - einfach den Gashahn zudrehen kann? Da sind wir in Deutschland in einer eher komfortablen Situation. Wir sind mit großen Fördergebieten verbunden. Ein Großteil kommt aus Russland, aber wir haben im eigenen Land auch erhebliche Vorkommen, rund 20 Prozent kommen aus heimischer Förderung im norddeutschen Raum. Im Bereich Bremen liegen zudem große Gasleitungen an, die aus Skandinavien und aus Holland kommen. Unfälle mit Gas bestimmen immer wieder einmal die Nachrichten. Meist nehmen sie einen tragischen Ausgang. Sind Sie von der technischen Sicherheit der Anlagen in Gera überzeugt? Solange die Anlage von technisch fachkundigem Personal betreut werden, sind die Anlagen sicher, auch die, die schon vor Jahren verlegt wurden. Probleme tauchen immer dann auf, wenn sich jemand anderes heranwagt. Davor möchte ich ausdrücklich warnen. Neues Gera wird in loser Folge weiter über den Umgang mit dem Energieträger Gas berichten.

( Das Gespräch führte Reinhard Schubert, 26.09.2003 )

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