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Vorhänge bleiben in den Sommermonaten geschlossen

Für eine kurze Sommerpause bleiben die Vorhänge in den Spielstätten des Theaters Altenburg-Gera geschlossen. Nach Einschätzung des Generalintendanten Dr. René Serge Mund war die Spielzeit 2002/2003 sehr erfolgreich. "Wir können eine positive Bilanz ziehen, wie nie zuvor", sagte er im abschließenden Pressegespräch. In den 854 Vorstellungen wurden 169.282 Besucher gezählt. Das bedeute ein Besucher plus gegenüber der vergangenen Spielzeit von 12.229, schätzte der Theaterchef ein. Auch die Auslastung sei gestiegen, von 76,4 Prozent auf 77 Prozent. Vor dem Hintergrund der abnehmenden Bevölkerungsdichte freue ihn das besonders. Der Generalintendant ist nicht nur mit der Akzeptanz des Publikumszufrieden, sondern an dem Erfolg haben auch alle Sparten mitherausragenden Produktionen Anteil, ist er sich sicher. Im Musiktheater überzeugten "Der fliegende Holländer" von Richard Wagner, "Die Entführung aus dem Serail" von Wolfgang Amadeus Mozart und "Eine florentinische Tragödie" von Alexander von Zemlinsky sowie Puccinis "Gianni Schicchi". Das Schauspielsemble machte mit der Uraufführung von Esther Vilars Schauspiel für zehn Mobiltelefone "Carmen" und der"Faust"-Inszenierung, der Tragödie erster Teil, zum 100 jährigen Theaterhausjubiläum auf sich aufmerksam. Mit der Ballett-Soiree und "Der Fall Othello" in der Choreographie von Youri Vámos zur Eröffnung der 25. Ballett-Tage weurde das Ballettensemble gefeiert. Das Puppentheaterensemble brachte mit "Kannst du pfeifen, Johanna?" und "Gevatter Tod" sensible Inszenierungen zum Thema Tod für junge Besucherheraus. Das Philharmonische Orchester unter Leitung von Generalmusikdirektor Gabriel Feltz fand mit der Erstaufführung von Peter Boyers "Titanic" und der Uraufführung von Achim Müller-Weinbergs Konzert für Orgel und Orchester "Warten auf G…" überregionale Beachtung. Rundfunkmitschnitte und CD-Einspielungen waren weitere Höhepunkte. Gabriel Feltz freut sich besonders darüber, dass die Einführung zu den Konzerten auf so große Resonanz gestoßen ist. Von anfänglich 30 Leutenwürden sich jetzt bis zu 250 Interessierte vor den Konzerten einfinden. Dadurch entstehe eine kommunikative Ebene zum Publikum und es werde einbesseres Verständnis für die Werke erreicht, schätzt er ein. Er verwies auf den großen Erfolg des Wunschkonzertes am 5. Juli, bei dem der Konzertsaal übervoll war. 45 Werke standen zur Auswahl. Am meisten wurde Ravels "Bolero" gewünscht. Erfreut war der Generalmusikdirektor, dass sich sehr viele junge Leute am Wunschkonzert beteiligten, so ein 13jähriger als jüngster Konzertbesucher, der sich ebenfalls "Bolero" gewünscht hatte. Gabriel Feltz hat ab Spielzeit 2004 die Stelle des Chefdirigenten der Stuttgarter Philharmonie übernommen. Das soll aber der Arbeit in Gera nach eigenen Worten keinen Abbruch tun. Seinen Vertrag mit Altenburg Gera, der bis Spielzeitende 2005 geht, werde er erfüllen. Nach den Theaterferien warten neue und schöne Inszenierungen auf das Publikum, aber auch Vertrautes und Bewährtes. Allerdings wird es inallen Sparten auch Wechsel geben. Im Ballett sind es gleich neun Tänzerinnen und Tänzer. Im Musiktheater sind es Danuta Debski und Yvonne Füssel-Harris, die jedoch als Gast in einigen Inszenierungen weiter zuhören und zu sehen sein wird. Im Schauspiel gibt es nicht so viel Bewegung. Evelyne Cannard geht nach Koblenz, und Franz Sodann wurde fest engagiert. Das Publikum wird dafür neue Mitstreiter am Theater Altenburg-Gera kennenlernen. Man darf gespannt sein. Kleiner Ausblick: Das Symphonieorchester des 53. Festivals junger Künstler Bayreuth Ugastiert am 29. August, 19 Uhr, im Konzertsaal des Theaters in Gera. Schirmherrin ist wiederum Thüringens Ministerin für Wissenschaft und Kunst Prof. Dagmar Schipanski.

( Helga Schubert, 18.07.2003 )

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