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Atemmasken in Gera nicht angebracht

Es gibt keinen Anlass zur Panik vor SARS in Gera. "Wir wollen relativieren, ohne zu verharmlosen", beruhigt Amtsarzt Dr.Hans-Jürgen Ober angesichts einiger überzogener Ängste von Geraer Bürgern. So seien bereits Personen mit Atemmasken gesehen worden. Außerdem wollten Eltern ihr Kind aus einer Tagesstätte nehmen, weil eine Erzieherin von einer Fernostreise zurückgekehrt war. Aber auch Ängste könnten ein eigenständiges Krankheitsbild erzeugen, weiß der Mediziner. Hysterie sei auf keinen Fall angebracht. Fieber, Gliederschmerzen und trockener Husten seien auch Symptome bei grippalen Infekten. In Deutschland hat es einen Patienten gegeben, der an SARS erkrankt ist und überlebt hat, informierte der Amtsarzt. "Wir kennen inzwischen zwar den Virus, aber ein Impfstoff konnte noch nicht entwickelt werden", sagte er und gab zu, dass dieser auch nicht so schnell entwickelt werdenkönnte, da das Virus noch im Wandel begriffen sei. Es ändere sich täglich. Dr. Ober sieht zwar Deutschland nicht als Gefahrenzone für SARS an, jedoch sollte man daran denken, dass wir in einem Mikrokosmos leben. Dass z.B. Viren aus dem Tierreich auf Menschen übergreifen, gab es früher nicht. Warum das so ist, daran wird verstärkt geforscht. Der Amtsarzt rät, hygienische Bedingungen einzuhalten, zum Beispiel vor dem Essen Hände waschen nicht vergessen und für Reisende ins Ausland sollte der Grundsatz bei Verzehr von Lebensmitteln gelten: Wasch‘ es, schäl‘es, koch‘ es. Dr. Oberwies darauf hin, dass das Virus anfällig ist gegenüber Desinfektionsmitteln, in Fäkalien sich dagegen vier Tage halte und feuchte Flächen wie Zahnbürsten oder Waschlappen besiedele. Fühlt sich jemand krank, sollte er den Hausarzt aufsuchen. "Es wird regelmäßig von uns über den neuesten Stand bei der schweren Atemwegserkrankung SARS unterrichtet", versicherte Dr. Ober. Der Hausarzt wird genau diagnostizieren und den Patienten bei einer Auffälligkeit zum Röntgen schicken. Wird dann eine verdächtige Lungenentzündung festgestellt, kommt der Betroffene in Quarantäne. Diese Möglichkeiten bestehen im Waldklinikum, wo im Zusammenhang mit der Pockenschutzimpfung bei einem eventuellen Angriff mit biologischen Waffen Quarantäne-Container eingerichtet worden waren. SARS sei derzeit ein "Medienrenner", beklagte der Amtsarzt. Dass auf der ganzen Welt viel mehr Kinder am Hungertod sterben, würde weniger Interesse finden.(NG/hs).

( NG/hs, 16.05.2003 )

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