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Startsignal für den Leumnitzer Flugplatzausbau

Schlichte 61 Dokumentenseiten regeln nun im Planfeststellungsbeschluss des Thüringer Landesverwaltungsamtes, was die Geraer Bauherren für die Gestaltung des Leumnitzer Verkehrslandeplatzes wissen und beachten müssen. Der Antrag war im Mai 2001 durch die FGG Flugbetriebsgesellschaft gestellt worden, wurde aber nach der Auslegung in den Umlandgemeinden und der Stadt kontrovers diskutiert. Nun ist amtlich, dass der Ausbau "unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf die Umwelt und die privaten Belange der Anwohner gerechtfertigt ist". So soll jetzt nach den Vergabeverfahren möglichst noch im Spätsommer die zweite Ausbaustufe in Angriff genommen und bis Mitte 2004 realisiert werden. Nach bisherigen Investitionen von ca. 1,3 Millionen Euro für den Ausbaudes Vorfeldes geht es dabei im Wertumfang von weiteren 4,3 Millionen Euro u. a. an die Verlängerung der Start- und Landebahn mit vorhandener Breite von 870 auf 1280 Meter (urspünglich waren 1490 Meter vorgesehen), um die Anlage von Stoppbahnen an beiden Enden, die Verbreiterung von Rollwegen, die Erweiterung von Vorfeldern, dringend um die Neuanlage der Befeuerung samt Präzisionsgeleitweganzeiger sowie die entsprechenden Schutz- und Ausgleichsmaßnahmen. Bei der Vorstellung des Beschlusses konnte man die Erleichterung bei Stadtvätern und angesiedelten Unternehmen spüren. Letztlich stand, so Oberbürgermeister Ralf Rauch, eindeutig die Standortsicherung nach denseit 1999 für den gewerblichen und ab 2004 auch für den privaten Flugverkehr geltenden europäischen Sicherheitsstandards auf dem Spiel. Der Unternehmer Gerd Breckle kommentierte das unmissverständlich. Seine Unternehmen am Platze (s. Breckle aircraft design) hätten sonst bald den Abflug gemacht. Nun aber gäbe es Grund für Erweiterungen der Kapazitätenin Gera und die Ansiedlung eines Sondermaschinenbaus im Gewerbegebiet. Die hier auf der Geraer Werft neu ausgestatteten Flugzeuge müssten nicht mehr wegen des Lackierens an andere Orte transportiert werden. Beides bessere Infrastruktur und Wirtschaftsinvestitionen - bedingt sich: Denn 90 Prozent der Kosten sollen aus Mitteln der Gemeinschaftsausgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur gefördert werden. Künftig werden z. B. Flugzeuge mit bis zu 14 Tonnen maximalen Abfluggewichts (bisher 5,7 Tonnen) und bis zu 20 Tonnen Abfluggewicht im vergleichsweise seltenen Werksflugverkehr zulässig sein. Besonders ausführlich, so FGG-Geschäftsführer Ramon Miller, seien in der Genehmigung die Auflagen zum Schutz gegen Fluglärm dargestellt. Gewerbliche überflüge ansässiger Luftfahrtunternehmen und Werksflugverkehr sind von 6 bis 22 Uhr zulässig. Für Schulflüge inPlatzrunden gelten dann samstags, sonn- und feiertags Einschränkungenvon 13.30 bis 15 Uhr, die bisher so nicht geregelt sind. Die Gebührenordnung müsse leisere Flugzeuge begünstigen. Staats- und Polizeiflüge sind rund um die Uhr möglich. Auch die Flugsportler sollen vom Ausbau profitieren. Für die in jetziger Größe bestätigte Segelflugbetriebsfläche ist eine verbesserte Oberflächenbeschaffenheit vorgesehen. Weitere Informationen zu den festgelegten Schutz- und Ausgleichsmaßnahmen können Interessierte vom 21. Mai bis 3. Juni einsehen. Dann wird der Planfeststellungsbeschluss öffentlich ausgelegt.

( Thomas Triemner, 02.05.2003 )

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