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Jährlich 5000 Hörer an der Volkshochschule

Das Domizil der Geraer Volkshochschule hat die dringend notwendige Sanierung abgeschlossen. Rund 1,5 Millionen Euro mußten aufgewendet werden, um die traditionsreiche Bildungsstätte auf Vordermann zu bringen und damit für die gewachsenen Anforderungen zu rüsten. Immerhin besuchen rund 5000 Hörer in jedem Kalenderjahr die Einrichtung, mehr als 10.000 Unterrichtsstunden werden erteilt. Die Teilnahme an den Lehrveranstaltungen ist für alle Bürger ab dem 16. Lebensjahr möglich.
Als ein "Lokales Servicecenter" für die Weiterbildung bezeichnete Thüringens Finanzministerin Birgit Diezel die Einrichtung. So hatte die Einweihung nach der Sanierung gemeinsam mit Oberbürgermeister Ralf Rauch vorgenommen.
Durch notwendige Bauarbeiten, aber auch durch eine wesentlich verbesserte Ausstattung kann die Volkshochschule diesem hochgesteckten Anspruch nun auch tatsächlich für sich verbuchen. Zahlreiche weitere Fach- und Unterrichtsräume sind entstanden, durch die Schaffung von Barrierefreiheit ist der Zugang zum Erdgeschoß jetzt auch für Behinderte problemlos möglich.
Erhebliche finanzielle Mittel wurden in die weitere technische Ausstattung gesteckt. So wurde ein nicht mehr genutzter Speiseraum zur Kreativwerkstatt umgewandelt, ein neuer eingeschossiger Anbau übernimmt u. a. Keramik- und Fotowerkstatt, alle großen Unterrichtsräume sind durch Maßnahmen der Schall-Dämmung in Akustik und Kommunikationsmöglichkeiten verbessert worden. Auf dem Dach ist eine Solaranlage für die Warmwasserbereitung installiert.
Ausgehend von den vom Deutschen Volkshochschulverband benannten Fachbereichen zur Grundversorgung der Bevölkerung durch Volkshochschulen wurde in Gera das Angebot in den Bereichen Physik, Chemie, Biologie, Umweltbildung und Verbraucherfragen erweitert. Rund 130 Dozenten unterrichten in der Schule, die lediglich fünf fest angestellte Mitarbeiter hat. Während der Bauarbeiten war der Unterrichtsbetrieb in vollem Umfang fortgesetzt worden.
Die Geraer Volkshochschule hat eine lange Tradition. 1919 hatte der Stadtrat die Gründung der Volkshochschule Reuß beschlossen, ihr erster Leiter war Gustav Hennig.
Schon 1923 war die Volkshochschule vom Land Thüringen übernommen worden, 1933 erfolgte die Schließung aller Volkshochschulen. 1946 erlabte die sowjetische Militäradminist0ration die Neugründung mit den Schwerpunkten Allgemeinbildung und Erziehung von Erwachsenen zur demokratischen Umgestaltung Deutschlands. Ab 1956 änderte sich das Profil, Hörer der Einrichtung können schulische Abschlüsse erreichen, es gibt zahlreiche Fachlehrgänge auf dem Gebieten Kunst und Kultur, Lehrgänge für Maschineschreiben und Stenographie. Ab 1975 eine deutliche Zunahme des Angebotes für Sprachlehrgänge. Nach 1990 entwickelt sich die Volkshochschule zu einer soziokulturellen und modernen Bildungseinrichtung, die ab 1991 über ein eigenes Gebäude verfügt.

( Reinhard Schubert, 23.04.2004 )

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