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Die Stadt verliert ihre Kinder

Die Stadt Gera verliert ihre Kinder. Durch die Abwanderungen von Familien bevölkern auch immer weniger Kinder unsere Stadt, was durch die Zahl der Geburten nicht ausgeglichen wird. Das hat vielseitige Konsequenzen, die einschneidendsten im Schulbereich, denn es können immer weniger Klassen gebildet werden, und die Anzahl der Schulen ist zu hoch. Ein im Jahr 2000 vorgelegter Schulentwicklungsplan, der bis zum Jahr 2003/2004 gelten sollte, muss jetzt korrigiert werden. Seit März dieses Jahres wird an der Vorlage gearbeitet, wor über der Stadtrat am 21. November in seiner Sitzung beraten soll. Das Schulverwaltungsamt führte dazu umfangreiche Recherchen durch. Amtsleiter Jürgen Fischer hat die Zahlen. 1996 gab es noch 6200 Grundschüler, in diesem Jahr nur noch 1935, und in vier bis fünf Jahrenwerden es etwas 2600 sein. 5300 Regelschüler wurden 1996 gezählt, jetzt sind es 3216. Hier wird das absolute Tief im Schuljahr 2007/08 mit 1425 Regelschülern erreicht. Das Gymnasium besuchten 1996 4700 Schüler, zur Zeit sind es 3200 und 2009/10 werden es 1650 sein. Zu diesen Zahlen werden die Geburten und die zu erwartenden Einschulungen ins Verhältnis gesetzt. Für das derzeitige Schuljahrwurden 495 Kinder eingeschult, 2003/04 werden es 590 sein, 2005/06 ca. 700, die Tendenz ziele auf 600 Mädchen und Jungen ab, sagte Jürgen Fischer. Durch Wegzug junger Familien verlor die Stadt 2000/01 44Schüler, 2001/02 waren es bereits 196. "Das bedeutet, dass weitere Schulen geschlossen werden müssen", ist sich der Schulverwaltungsleiter sicher. Denn allein der Unterhalt einer Schule koste im Jahr 200.000 Euro und der einer Turnhalle 30.000 Euro. Die Unterbelegung von Schulen sei deswegen aus wirtschaftlichen Gründen abzulehnen, erklärte er. Außerdem fordere auch das Land Thüringen, die Schulstandorte festzulegen, um eine kontinuierliche pädagogische Arbeit leisten zu können. Der Plan sieht vor, 13 Grundschulen beizubehalten (davon die Agaer mit Vorbehalt), drei werden geschlossen. Sieben Regelschulen (davon die 13. mit Vorbehalt) wird es geben, drei werden geschlossen. Bei den Gymnasien verbleiben fünf. Es ist eine integrierte Gesamtschule in der Ahornstraße vorgesehen, und Förderschulstandorte sind es vier. Das alles soll sich im Zeitraum von 2003 bis 2007 vollziehen, blickt Jürgen Fischer in die Zukunft.

( Helga Schubert, 22.11.2002 )

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