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"Innenleben" eines fahrbaren Untersatzes ist bei Latusek in besten Händen

Service für die Geraer und kommerzielle Kunden aus halb Europa Der Streit ist genauso akademisch wie unentschieden: Was ist des deutschen Mannes liebstes Hobby? Die Fußfallbegeisterung oder das Auto?Vielleicht lösen wir es salomonisch: Wenn man mit dem neugestylten Autozum Fußballspiel fährt! Eine gravierenden Unterschied gibt es allemal. Während man auf das Geschehen auf dem grünen Rasen kaum Einfluss nehmen kann, so kann man es bei der Gestaltung des eigenen fahrbaren Untersatzes allemal. Lack gehört dazu, eine top-aktuelle Farbe natürlich, schnittige Räder, ein Sportauspuff vielleicht und natürlich eine edle Innenausstattung. Dabei ist der Autosattler gefragt. Die Geraer Adresse Nr. 1 auf diesem Gebiet ist die Firma Latusek GmbH in der Bieblacher Adam-Opel-Straße. Seit kurzem präsentiert sie sich stolz mit einem Erweiterungsbau: Beratungs-, Büro- und Produktionsräume sind nun mehr unter einem Dach. Ein freundlicher Empfang für die Kunden und gute Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter. Die handwerkliche Palette der Autosattler ist umfangreich. Autos und Mopeds gehören dazu, aber auch die Sitze für Traktoren und Stapler. Nicht zu vergessen die Oldtimer. Ganz hoch im Kurs sind die Kübel-"Trabis", die fast schon legendären "Käfer", aber auch "Ami-Schlitten" und der "Jaguar". Für Andreas Latusek und seine Mitarbeiter kein Problem.Die Qual der Wahl hat vielmehr der Fahrzeugbenutzer. Wenn irgendwiemöglich, werden die Sitze und Verdecke in Material und Farbe genau auf den Kundenwunsch zugeschnitten. Da muss man sich entscheiden, ob man echtes Rindsleder bevorzugt, sich alternativ mit Kunstleder anfreunden kann oder bei textiler Waren in schier unendlicher Vielfalt fündig wird. Dabei ist es eine Selbstverständlichkeit, dass eine umfassende Beratungerfolgt, an Ort und Stelle Maß genommen wird und dem Kunden Muster-Designs zur Auswahl angeboten werden. "Jedes Stück, das unseren Betrieb verlässt, ist ein Unikat", sagt Geschäftsführer Andreas Latusek. Solide handwerkliche Verarbeitung braucht ihre Zeit, allerdings kann inden meisten Fällen auch eine kurzfristige Lieferung erfolgen. Und was ist, wenn die Mitfahrerin oder der Mitfahrer zum Beispiel einen Brandfleck im schönsten Bezug verursacht hat? "Der Autosattler kann vieles verstecken", so der Fachmann. Wer von einem derartigen Malheurbetroffen wurde, sollte ruhig einmal nachfragen. Gute Arbeit ist die beste Werbung, und durch Mundpropaganda spricht sich erstaunlich vieles herum - so die Erfahrung der Autosattler. Seit der politischen Wende gibt es die Latusek GmbH, hervorgegangen aus dem ehemaligen VEB Kraftfahrzeuginstandsetzungswerk. Ursprünglich mit Produktionsstandorten in Gera und Söllmnitz. Beide sind jetzt in Gera unter einem Dach, großflächig und großzügig gestaltet, einladend für die Kunden. Auf sinnvolle Präsentation legt der Firmenchef großen Wert, schließlich soll sich der Kunde wohlfühlen, anders als das eine "Werkstatt um die Ecke" je bieten könnte. Inzwischen sind die Latusek-Produkte außerordentlich bekannt geworden -in Gera, in ganz Deutschland, in vielen europäischen Ländern. Und das kam so: Die Firma Latusek hat z.B. die Sitze der Geraer Tatra-Bahnen neu bezogen, den Geraern hat das gefallen und den Nahverkehrsexperten anderer Städte auch. So kam es, dass Schritt für Schritt derüberwiegende Teil der in den neuen Bundesländern fahrenden Tatra-Züge von der Geraer Firma ausgerüstet wurde. Fast folgerichtig interessierten sich dann ausländische Unternehmen für Latusek-Produkte aus Gera. So die Jungfrau-Bahn im Schweizer Kanton Wallis. Sie fährt mit vier Zügen als Zahnradbahn im Doppeltrakt auf das bekannte und beliebte Touristenziel Jungfrauenjoch in 3554 Meter Höhe. Die traditionsbewussten Schweizerhatten konkrete Vorstellungen, wie ihre Züge so modernisiert werden sollten, dass gleichzeitig der herkömmliche Stil erhalten blieb. Latusek aus Gera bekam und übernahm den Auftrag. Zur Zufriedenheit der Eidgenossen, so dass die Forch-Bahn am Zürichsee und andere folgten, ebenso Unternehmen in Holland, aber auch die heimische Deutsche BahnAG...Besucht man die Firma Latusek in Bieblach-Ost, dann fällt ins Auge, dassschon das Betriebsgelände ansprechend-freundlich gestaltet ist, die Empfangsräume zweckmäßig-einladend sind - so, wie man sich ein auf Kundenservice spezialisiertes Unternehmen vorstellt. Sicher auch zur Freude des festen Mitarbeiterstammes und der beiden Lehrlinge. Darunterübrigens erstmals ein Mädchen. Womit bewiesen wäre, dass Autos und Motorsport durchaus keine ausschließlich männliche Domäne mehr sind.

( Reinhard Schubert, 08.11.2002 )

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