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Die Stadtbahnlinie 1 vor dem Baustart

Freudiger Anlass für Geras Bürger: Am kommenden Dienstag erfolgt, festlich umrahmt, der symbolische erste Spatenstich für die künftige über sechs Kilometer lange Stadtbahnlinie 1, die, übers Zentrum führend, die Stadtteile Untermhaus und Zwötzen verbinden wird. Alle Einwohner sind herzlich eingeladen, wenn an diesem Tag gegen 18 Uhr Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig, Thüringens Wirtschaftsminister Franz Schuster und Geras Oberbürgermeister Ralf Rauch den Bagger in der Breitscheidstraße (Höhe Arcaden) in Bewegung setzen und wenn ein bißchen bei Musik, Feuerwerk und Thüringer Spezialitäten gefeiert werden soll.Zum bevorstehenden Baubeginn informierten der Geschäftsführer des Geraer Verkehrsbetriebes (GVB), Dr. Norbert Vornehm, und der Bundestagsabgeordnete Karsten Schönfeld in einem Pressegespräch über das in vier Jahren zu realisierende anspruchsvolle Projekt, mit dem der Nahverkehrsbetrieb weiter modernisiert wird. Seit Jahren schon setzender GVB und die Stadtväter auf das zukunftsträchtige Verkehrsmittel Straßenbahn. Es ist wirtschaftlich, leistungsfähig, zuverlässig, bequem, schnell und umweltfreundlich. Die künftige Stadtbahn, die im 10-Minuten-Takt und zu 90 Prozent aufgesondertem Bahnkörper verkehren wird, ist dazu ein weiterer verheißungsvoller Schritt. Nach zweijähriger Anlaufzeit ist jetzt klar ,dass die Bundesregierung, nicht zuletzt durch das Engagement von Schönfeld, den Löwenanteil der Kosten übernimmt. Der Gesamtaufwand ist mit etwa 57 Millionen Euro veranschlagt. Der Freistaat und die StadtGera wären allein nicht in der Lage gewesen, das Projekt zu finanzieren. Jetzt trägt der Bund 60 Prozent und das Land übernimmt 25 Prozent der Finanzierungskosten. MdB Schönfeld meint: Natürlich habe die Tatsache, dass Gera 2007 die BUGA bestreitet, die Entscheidung positiv beeinflusst. Das beträfe auch den Zeitraum der Bauausführung. Schon bis Ende dieses Jahres sollen z.B. die Gleise in der Breitscheidstraße und in der De-Smit-Straße gelegt sein. In anderer Richtung geht es zunächst von der Heinrichstraße biszum Stadtgraben. Die Gleise zum Hauptbahnhof sollen bis Ende 2003 fertig sein. Wesentlicher Gesichtspunkt für die Förderung ist der hohe Nutzen, den das Stadtbahn-Programm für den Innenstadtverkehr und die Stadt Gera insgesamt bringt, so u. a. bei der Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes, des Puschkinplatzes und des Bereiches Wintergarten. Der so genannte Kosten-Nutzen-Faktor liegt bei 4,8. Das heißt, der Nutzen ist fünfmalhöher als die Kosten. Beispielsweise kann der Verkehrsbetrieb diejährlichen Betriebskosten um 600.000 Euro reduzieren. Wie auf Anfrage vo Neues Gera mitgeteilt wurde, umfasst das Straßenbahnnetz gegenwärtig 14 Kilometer (bis zur BUGA dann 20 Kilometer). Dafür stehen zur Zeit 53 Bahnen bereit (mit der Linie 1 kommen dann noch sechs Niederflurbahnen hinzu). 43 Busse befahren auf 142 Kilometer Strecke 14 Linien. Jährlich hat der GVB etwa 24 Millionen Fahrgäste. Jeder Bürger nutzt das Verkehrsmittel im Durchschnitt 202 Mal im Jahr. Der Fahrpreis deckt die Kosten nur zur Hälfte. Mit 308Beschäftigten ist das Verkehrsunternehmen einer der größten Arbeitgeberder Stadt.

( NG/hb, 16.08.2002 )

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