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Stoiber verspricht massive Hilfe für den Mittelstand

Das sich gern als Kongressstadt präsentierende Oberzentrum Gera war soeben Veranstaltungsort für eine Tagung des deutschen Mittelstandes. Als "Zukunftsforum" apostrophiert, hatten sich knapp 1000 Unternehmer im Kultur- und Kongresszentrum eingefunden. Eingeladen hatte die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung von CDU/CSU und die Mittelstandsunion der CSU. Prominentester Gast: Der Kanzlerkandidat der Union, Edmund Stoiber. Ganz im Zeichen des Wahlkampfes nutzte er den Kongress für eine Generalabrechnung mit der Mittelstandspolitik von Rot-Grün und für die Darlegung der eigenen Positionen. Im Falle eines Wahlsieges versprach er dem Mittelstand vielfältige Unterstützung, besonders im Osten. Nachdem bereits in der Geraer Innenstadt Plakate mit der Aufschrift "Stoiber kommt" frohlockten, war es dann so weit: Das handverlesene Publikum spendete viel Beifall dem offensichtlich gut gelaunten Anwärter für das Kanzleramt. Dieser hatte Lothar Späth als seinen künftigen Superminister für Wirtschaft, Arbeit und Aufbau Ost mitgebracht. Später gesellte sich Thüringens Ministerpräsident Dr. Bernhard Vogel hinzu. Die Kongressteilnehmer, die sich als Vertreter der 3,3 Millionen Mittelständler verstanden wissen wollten, titulierten Stoiber zum "Hoffnungsträger des Mittelstandes". Der wiederum sah die Geraer Veranstaltung als Signal, um dem Mittelstand als Rückgrat der Wirtschaft neue Perspektiven zu eröffnen. Schließlich würden 75 Prozent der Bevölkerung zum Mittelstand zählen, hier seien 64 Prozent allerArbeitnehmer beschäftigt, die 57 Prozent des Bruttoinlandsprodukteserwirtschaften und gemeinsam mit dem Handwerk 80 Prozent aller jungen Menschen ausbilden. Der im allgemeinen als spröde bekannte Stoiber ließ polemische Kampfeslust und sogar deftigen bayerischen Humor aufblitzen, um den Nachweis zu führen, dass die Regierung Schröder mit ihrer Mittelstands-und Wirtschaftspolitik versagt habe. Beispiel: Voriges Jahr haben 33.000Unternehmen Konkurs angemeldet, dieses Jahr werden es 40.000 sein. Stoiber sprach sich leidenschaftlich für einen Kurswechsel aus. Dreimalfiel der Begriff Offensive zum Thema Aufschwung Ost: Offensive für kommunale Investitionen, Offensive für Existenzgründer und Innovation in Höhe von jeweils einer Milliarde Euro und Offensive für Entbürokratisierung (Lothar Späth ging darauf redegewandt besonders ein). Beim leidigen Thema Arbeitslosigkeit versprach Stoiber: Das alte 630-Mark-Gesetz kommt wieder, mehr noch, 400 Euro im Monat brutto für netto. Schluss sein müsse auch mit der zu hohen Steuerlast für die mittelständischen Unternehmen. Im Hause machte sich Stoiber mit einer kleinen Ausstellung von fast 60 Thüringer und Geraer Firmen bekannt, die einen Ausschnitt ihres Leistungsvermögens boten. Es reichte aber nur für eine Stippvisite. Zum Abschluss erhielt der Gast einen Geraer Löwen. Mit Löwenmut solle er Kanzler sein. Na gut, der 22. September wird zeigen, ob daraus was wird.

( NG/hb, 09.08.2002 )

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