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Geheimnissen auf der Spur

Gera hat noch viele Geheimnisse zu verbergen. Die Alteingesessenen mögen sie schon lange entdeckt, aber vielleicht wieder vergessen haben; Jüngere hören vielleicht ein erstes Mal davon. Den Geheimnissen auf der Spur waren Ulla Spörl und Frank Rüdiger, die sich dazu über Tage und unter Tage per Notizblock und Kamera auf die Suche begaben. Bei all ihrem Detektivgespür erfuhren sie so ganz nebenbei, dass Gera zu den Gründerzeiten bis hinein in die Anfänge des 20. Jahrhunderts zu den zehnreichsten Städten Deutschlands zählten. Anlass für Hertie (HermannTietz), in Gera das erste Kaufhaus zu bauen und von unserer Stadt ausseinen deutschlandweiten Siegeszug anzutreten. Heute belegen die mächtigen ehemaligen Fabrikantenvillen den einstigen Reichtum der Stadt. Es gibt Touren des Fremdenverkehrsvereins, in denen die Häuser staunenden Einwohnern und Touristen vorgeführt werden. Die beiden Autoren werfen auch einen ganz weiten Blick zurück in Geras Vergangenheit, obwohl der Bildband kein historischer Abriss sein will, wie Frank Rüdiger bekannte. Aber die "Lindenthaler Hyänenhöhle" istschon bemerkenswert, wurden doch dort Knochen von Tieren, die vor 1,5 Millionen Jahren in unserer Gegend gelebt haben, gefunden. Dann besuchten Ulla Spörl und Frank Rüdiger den Zwergenkönig Coryllis, von dem es sogar ein Puppenspiel des Geraer Puppentheaters gibt, fanden nicht nur die Zwergenhöhlen bei Stublach, sondern auch unter derAltstadt ein langes und dunkles Gangsystem aus dem 17. und 18.Jahrhundert: die Höhler, in denen das Bier gelagert wurde. Die Autorenerinnern an Nikolaus de Smit, den Begründer der Textilindustrie in Gera, an Heinrich Posthumus Reuß, den Begründer des Gymnasiums, an Moritz Jahr, der die erste Dampfmaschine in unserer Stadt aufstellte und die erste Maschinenbauanstalt führte, und an weitere Menschen und Ereignisse. Insofern ist der Bildband lesens- und sehenswert. Alle Seiten werden von zwei Comicfiguren, Herrn Wuttke und Herrn von Taubenstein, kommentiert, ein Einfall des Wartberg-Verlages, der dieses Buch in seiner Städtereihe "Geheimnisvolles..." herausbrachte. Ob man diese Figuren besonders witzig finden mag, ist wohl eher Ansichtssache. Ihre Sprüche sind es nicht. Eigentlich sollte der Band bereits im Herbst 2001 erscheinen, informierte Frank Rüdiger, deshalb habe man aktuelle Ereignisse nicht berücksichtigen können.

( Helga Schubert, 21.06.2002 )

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