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5,8 Millionen Euro für TIETZ-Quartier

Gera (NG). Das TIETZ-Quartier auf der Geraer Sorge wird mit 5,8 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ gefördert. Wie die Bundestagsabgeordneten Volkmar Vogel (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, und Elisabeth Kaiser (SPD) mitteilen, gab Bundesinnenminister Horst Seehofer die Entscheidung heute bekannt. Das Bundesprogramm ist mit insgesamt rund 75 Millionen Euro ausgestattet. Deutschlandweit werden 26 herausragende Projekte gefördert.

Elisabeth Kaiser und Volkmar Vogel machten sich gemeinsam dafür stark, dass Gera sich mit dem aussichtsreichen Projekt für das Bundesprogramm bewirbt. Auch in Berlin machten die Bundespolitiker ihren Einfluss geltend: Der Parlamentarische Staatssekretär Vogel ist Vorsitzender der Fachjury zur Auswahl der Projekte, Kaiser ist Mitglied des Gremiums. Die Stadt Gera hatte sich mit der Revitalisierung des traditionsreichen Kaufhauses um 17 Millionen Euro Bundesmittel beworben. Nach dem Königsteiner Schlüssel stünden Thüringen allerdings weniger als zwei Millionen Euro zu.

Volkmar Vogel: „Dass erneut umfassende Fördermittel des Bundes nach Gera fließen, zeigt, wie sehr der Bund wertschätzt, was hier vor Ort geplant und entwickelt wird. Der jüdische Kaufmann Oscar Tietz legte 1882 in Gera den Grundstein für den späteren Hertie Konzern. Das 1912 erbaute Kaufhaus mit seinen ionischen Säulen ist auf jeden Fall ein Kulturdenkmal mit nationaler Bedeutung. Mit der Wiederbelebung des traditionsreichen Geschäftshauses auf der Sorge knüpfen wir an die Geschichte der Stadt an.“ Dies sei keinesfalls die erste Investition des Bundes in Gera, ergänzt Vogel, der sich unter anderem auch erfolgreich für die Fördermittel zum Bau des Campus Rutheneum stark gemacht hatte. Er sagt: „Gera wird sehr gut wahrgenommen. Das merke ich auch, wenn es darum geht, Gera mit seinem „Kompetenzzentrum für autonomes Fahren“ als dezentralen Standort für das neue Mobilitätszentrum im Rennen zu halten.“

Elisabeth Kaiser: „Mir geht es wie vielen Gerschen: Mein Herz hängt am ehemaligen Horten-Kaufhaus. Es wiederzubeleben, war seit vielen Jahren eines unserer wichtigsten Ziele für die Innenstadt. Denn wenn sich in diesem imposanten und geschichtsträchtigen Gebäude wieder Handel, Verwaltung oder Dienstleistungen ansiedeln, dann wertet das nicht nur die gesamte ehemalige Haupteinkaufsstraße Sorge auf, sondern setzt weitere Impulse zur Entwicklung der Innenstadt.“ Die SPD-Politikerin ergänzt: „Ich freue mich, dass Gera erneut von Bundesfördermitteln profitiert. Nach der Aufnahme in das Bundesprogramm Smart City, Fördermitteln für das Puppentheater und die Turnhalle für die Ostschule ist das nun die vierte große Summe für Gera in den letzten zwei Jahren!“

Die Einkaufsstraße „Sorge“ und das dazu gehörige ehemalige Horten-Kaufhaus besaßen früher überregionale Strahlkraft. Das öffentliche Interesse im Zuge der Innenstadtentwicklung war ungebrochen. Seit Jahren wurden nicht nur in der Bevölkerung die Rufe laut, das Innenstadt-Gebiet in den Fokus der baulichen Bemühungen zu rücken. Geras Bevölkerung ist mit dem Gebäudekomplex emotional verbunden. „Die Fördermittelzusage ist der Anfang von etwas ganz Großem: Jetzt heißt es gemeinsam die spannende Herausforderung meistern, eine wirklich einzigartige Wiederbelebung auf die Beine zu stellen. An dieser Stelle sei auch dem Investor sowie den Mitarbeiter/innen der Stadtverwaltung, die mit dem Projekt bisher betraut waren, für die engagierte Zusammenarbeit gedankt.“, ergänzt Oberbürgermeister Julian Vonarb in großer Erwartung.

( zoelsmann, 03.07.2020 )

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