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Kampf gegen Schwammspinner

Am 6. Mai war es soweit. Ein Hubschrauber war über Zoitz- und Hainberg bei der Arbeit zu beobachten. An diesem Tag wurde ein Pflanzenschutzmittel ausgebracht, das sich wie ein Film über die Eichenblätter der bewaldeten Berge legte. Untersuchungen zeigten eine gute flächenmäßige Verteilung. Erste Labortests in Gotha zeigen, dass mit dem Mittel benetzte Blätter bei vorgezogenen Raupen, die aus Liebschwitz stammten, ihre Wirkung nicht verfehlten, bestätigt Karsten Schröder vom Thüringer Forstamt Weida. Neunzig Prozent der Testraupen seien verendet. Natürlich ließe sich diese Entwicklung nicht eins-zu-eins auf die Population in Liebschwitz übertragen, da die Raupen keinen Umwelteinflüssen ausgesetzt wurden. Man kann jedoch davon ausgehen, so Karsten Schröder, dass man es in diesem Jahr mit einer sehr vitalen Population zu tun habe. Grund genug, alles vorzubereiten, um eine erneute Raupenplage für die Anwohner zu verhindern, zudem auch die Waldbehandlung 25 Meter vor den Hausgrundstücken enden musste. Stadt und Ortsteil sind vorbereitet. „Wir haben Finanzmittel aus der Stadt in einer Höhe von 10.000 Euro für drei Industriesauger bereitgestellt“, ist von OB Vonarb zu erfahren. Diese sollen helfen, Raupen aus den öffentlichen und privaten Grundstücken zu entfernen. Zusammen mit der Absammelaktion im Februar und der Schutzmittelbehandlung sei man wesentlich besser vorbereitet als 2019. Die Stadtverwaltung und der Ortsteilrat haben auf die Hilferufe der Liebschwitzer Bevölkerung gehört. Zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Gera-Liebschwitz, der OTEGAU und freiwilligen Helfern wolle man der Raupenplage entgegnen, fasst Konrad Nickschick, Leiter des Umweltamtes, zusammen. Auch die Geraer Umweltdienste werden mit zusätzlichen Straßenreinigungen eine Weiterverbreitung auf die andere Straßenseite eindämmen. Die drei Industriesauger vom Typ ATTIX 965-0H/M SD XC wurden bereits erfolgreich beim Absaugen der Raupen des Eichenprozessionsspinners eingesetzt. Konrad Nickschick und Andreas Lippold, der Wehrführer der FFW demonstrierten die Saugkraft vor dem Feuerwehrgerätehaus in Liebschwitz. Spielend leicht verschwanden kleinere Steine im Rohr des Saugers. Wöchentlich werden Mitarbeiter des Umweltamtes mit Lagekontrollen in den Ortsteilen und Stadtgebieten unterwegs sein. Nicht nur die Vorkommen in Gera-Liebschwitz, sondern auch in Naulitz, Collis, Tränitz, Kaimberg, Lietzsch, Taubenpreskeln und Zwötzen werden beobachtet.

Wichtige Rufnummern für Bürger:

Umweltamt:  8384200, Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr; Forstamt:  (036603) 714990, Montag bis Freitag, 10 bis 12 Uhr; FFW Gera-Liebschwitz  (0173) 3683338, an Wochenenden von 10 bis 12 Uhr, Ehrenamtszentrale für Helfer beim Absammeln:  8383024.

( Wolfgang Hesse, 05.06.2020 )

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