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Festjahr 300 Jahre St. Salvator geht weiter

Froh und dankbar zeigt sich Pfarrer Stefan Körner, dass das Jahresprogramm zum Kirchenjubiläum fast planmäßig fortgesetzt werden kann. Jeder 25. des Monats wartet mit einem besonderen Höhepunkt auf, bevor dann am 25. Dezember das 300. Jubiläum mit einem Festgottesdienst zu Ende geht.

Vier Wochen verspätet, aber dennoch im Ausstellungszeitraum bekommt Konrad Masiero die Gelegenheit, seine Werke im Kirchenraum auszustellen. Insgesamt acht großformatige Gemälde geben dem Kirchenschiff ein neues Aussehen. Kurator Edwin Tostlebe hat diese Ausstellung nach Gera geholt. „Die ausgestellten Bilder passen mehr als hervorragend zur Wagnis des Jubiläumsjahres“, gesteht Stefan Körner. „Sie zeigen bekannte Motive, Christus in der einladenden Segenspose, die Sandalen des Wanderpredigers oder das Kreuz. „Dennoch hinterlassen sie auf den ersten Blick ein Unbehagen, als wären da Risse im altbekannten sicheren Terrain, als käme der Blick ins Straucheln. Die ausgestellten Werke sind eine Einladung für den zweiten oder dritten Blick. Die Aussagen, die Ambivalenzen eröffnen sich dem Betrachter wie eine Tür zu einer anderen Wirklichkeit.“ Genau das bezweckt der Künstler. „Selbst mir fällt es manchmal schwer, meine Bilder in Worte zu fassen. Ich bin dankbar für die Sichtweise des Betrachters. Dessen Meinungen sind mir sehr wichtig. Da entwickelt sich oft eine Geschichte zum Bild“, erklärt Konrad Masiero. „Manchmal bekommt ein Gemälde erst einen Namen, nachdem ich die Sichtweise des Betrachters kenne.“ Er gestalte keine festgelegte Bildkunst. Der Betrachter solle spannend vor einem Bild stehen. „Ich glaube, damit würde ich sonst den Leuten etwas vorwegnehmen, gerade die persönliche Wahrnehmung ist mir wichtig.“

Die Malerei liegt in der Familie. Großvater und Vater haben diese Kunst für sich entdeckt, so dass der gebürtige Leipziger schon früh mit dem Malen angefangen hat. Mit dem Studium zum Theatermaler in Dresden hat der 1968 geborene Künstler seine Ambition zum Beruf gemacht. Er ist seiner Geburtsstadt treu geblieben und arbeitet an der Leipziger Oper. Die andere Hälfte seiner Zeit widmet er sich der freischaffenden Malerei. „Ich bekomme oft Ideen und Eingebungen im Traum. In der Zeit zwischen Traum- und Wachphase ist der Geist besonders aufnahmefähig“, so Masiero. Seine Arbeiten entstehen in Mischtechnik. Meist beginnt er mit Acryl- und Dispersionsfarben, finalisiert jedoch wegen der Farbechtheit und dem stabilen Lichtwert seine Arbeiten mit Ölfarben. Er verwendet als Trägermaterial starkes Leinwandgewebe, sogenanntes Bodentuch aus der Kulissenmalerei.

Werke aus einer Schaffenszeit von 15 Jahren umspannt die Ausstellung in der Salvatorkirche, wobei das Gemälde „Traum und Schicksal“ erst vor wenigen Tagen vollendet wurde. „Babylonia“ ist ein älteres Bild, stammt aus dem Jahre 2010, und zeigt, wie Christus um die Welt trauert. Die Ausstellung ist bis zum 19. Juni zu sehen. Die Salvatorkirche ist Mittwoch bis Sonntag, jeweils von 14 Uhr bis 17 Uhr, sowie zu den gottesdienstlichen Veranstaltungen geöffnet. 

( Wolfgang Hesse, 05.06.2020 )

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