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Musikalischer Höhepunkt in der Adventszeit

Für viele Kirchgänger und Musikliebhaber ist die Advents- und Weihnachtszeit ohne das „Weihnachtsoratorium“ von Johann Sebastian Bach undenkbar. Das Oratorium gilt als die am häufigsten aufgeführte Weihnachtsmusik und ist in vielen Gemeinden der Höhepunkt des musikalischen Kirchenjahres. In Gera ist es eine gute Tradition, dass kurz vor dem Fest, Bachs wohl bekanntestes Werk in der Johanniskirche aufgeführt wird. In den letzten Jahren wurden die Kantaten 1 bis 6 mit Chorwerken anderer Komponisten, die ebenfalls das Thema der Geburt des Christuskindes zum Inhalt haben, kombiniert. Dieses Jahr stehen nun die Kantaten 1, 5 und 6 auf dem Konzertplan. Während die erste Kantate von der Geburt des Christuskindes berichtet, geht es in der fünften und sechsten Kantate um die Anbetung durch die Heiligen Drei Könige. In diesem Zusammenhang wird auch von König Herodes berichtet, der Konkurrenz vom neugeborenen König der Juden wittert und im weiteren Verlauf der Weihnachtsgeschichte alle Neugeborenen in Bethlehem umbringen lässt. Die sechste Kantate hatte Bach zum Epiphaniasfest geschrieben und damit den inneren Weihnachtskreis beschlossen.

Zusammen mit Gästen werden etwa 65 Sänger am vierten Advent die Chöre und Choräle des Weihnachtsoratoriums interpretieren. „Nach dem Dettinger Te Deum 2017 und der Markuspassion im April 2019 arbeiten wir ein drittes Mal mit dem Orchester Capella Jenensis zusammen“, berichtet Martin Hesse, der Kantor der Stadtkirchengemeinde Gera. „Die Musiker spielen auf Instrumenten, die nach historischen Vorbildern aus der Zeit des Komponisten Bach, der Barockzeit, gebaut wurden. Sie unterscheiden sich im Klang und in der Spielweise von den heutigen Orchesterinstrumenten.“ Besonders auffällig sei dies bei den Trompeten zu beobachten. „Während der Aufführung in der Johanniskirche spielen drei ventillose Naturtrompeten, bei denen die Trompeter die richtigen Töne nicht greifen, sondern über eine unterschiedliche Lippenspannung ansteuern müssen.“ In der sogenannten Continuo-Gruppe ist zudem eine Laute zu hören, so dass beim Part des Evangelisten noch deutlicher die Erzählweise verdeutlicht wird. „Es dürfte die erste Weihnachtsoratoriums-Aufführung dieser Art in Gera sein“, so Martin Hesse. Die Solisten, Donata Burckhardt (Sopran), Cornelia Rosenthal (Alt), Oliver Kaden (Tenor) und Johannes G. Schmidt (Bass) werden vom Heinrich-Schütz-Chor Gera und der Capella Jenensis begleitet. Die Gesamtleitung hat Kantor Martin Hesse.

Beginn ist am 22. Dezember, 17 Uhr in der Johanniskirche. Karten gibt es bei Brendels Buchhandlung, in der Gera-Information und im Gemeindebüro, Talstraße 30.

( Wolfgang Hesse, 18.12.2019 )

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