Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Im Gespräch mit dem OB Julian Vonarb

Verkauf Hofgut

Es basiert auf einem Beschluss des Stadtrates in dem von Veräußerungen nicht betriebswirtschaftlichen Vermögens die Rede ist – Grund ist die finanzielle Angeschlagenheit Geras. Das gesamte Areal Hofgut, Mohrenplatz 1, 3, 3a, 5, 7, 7a, 7b, steht zum Verkauf. Die dazugehörige Ausschreibung ist auf Mai dieses Jahres datiert. „Die Stadt Gera ist die Eigentümern, die Gera Kultur GmbH die Betreiberin”, erklärt Oberbürgermeister Julian Vonarb auf Nachfrage.

Rund 9.700 Quadratmeter stehen zum Verkauf, davon 4.500 Quadratmeter sogenannte Gebäudenutzfläche. „Das Mindestgebot liegt bei 310.000 Euro. Doch nicht nur der Preis muss stimmen”, betont Julian Vonarb, „urteilsgebend bei der Entscheidungsfindung, welcher Käufer den Zuschlag bekommt, ist das Nutzungskonzept. Der Nachweis von Referenzen und Bonität des Käufers zur Vorhabensabsicherung, der zeitliche Rahmen für die Vorhabenumsetzung sowie die Teilflächen- oder Gesamtentwicklung sind ebenfalls entscheidend”, zählt der Oberbürgermeister die Anforderungen an den potentiellen Käufer auf.

In der Ausschreibung heißt es zudem, dass der Verkauf mindestens zum Verkehrswert erfolgt, eine Gesamtvermarktung angestrebt werde, Teilflächenverkäufe jedoch nicht ausgeschlossen sind.

Die Frist ist nun verstrichen, alle potentiellen Interessenten haben ihre Gebote samt Konzept abgegeben. „Ich wünsche mir ein gute Nachnutzungsidee für das Hofgut”, so der OB abschließend. Neues Gera wird berichten.

Für die Geraer bleibt zu hoffen, dass, wenn das Hofgut verkauft wird, es nicht im Dornröschenschlaf bleibt wie Schloss Osterstein.

Horten als Standort für die Duale Hochschule


„Die Duale Hochschule Gera-Eisenach (DHGE) bietet ideale Voraussetzungen, da sie hervorragend wächst. Die Hochschule ist ein aufstrebender Ort, der viel zu weit weg vom Zentrum unserer Stadt liegt”, ist sich der OB sicher. Eine Ausweitung würde der innerstädtischen Entwicklung gut tun. Angestrebt werde aus aktueller Sicht kein reiner DHGE-Standort. Neben weiteren Räumlichkeiten der Dualen Hochschule sei auch eine Zweigstelle der Thüringer Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, aktuell in Gotha ansässig, sowie die Einmietung der Geraer Stadt- und Regionalbibliothek denkbar. „Es passt ins Gesamtkonzept. Der Eigentümer des Horten-Kaufhauses ist weg vom Gedanken Einzelhandel ansiedeln zu wollen. Die Idee einen Ort der Bildung zu schaffen, keimt gerade auf”, erklärt Julian Vonarb, der kein Mann bloßer Worte ist, wie er selbst zu sagen pflegt. „Mit viel Hingabe werde ich gemeinsam mit dem zuständigen Ministerium eine Lösung für das kommende Jahr anstreben. Mein Ziel, in zwei bis vier Jahren dieses Vorhaben realisiert zu haben.”

Das eine ist die Idee, einen Ort der Bildung auf Geras größte Einkaufsstraße zu bringen, das andere, die Umsetzung, die mit nicht unerheblichem finanziellem Aufwand zu realisieren sein wird. „Es gibt zwei Modelle, entweder investiert der Eigentümer und vermietet eine einzugsfertige Immobilie oder der Mieter übernimmt eine sanierungsbedürftige Immobilie und investiert selbst, wobei dies eher selten ist. Mieter wäre in beiden Fällen, zum einen die Stadt, für einen potentiellen Umzug der Bibliothek, und zum anderen das Land für die DHGE und die Zweigstelle der Thüringer Fachhochschule für öffentliche Verwaltung.

Verkauf GWB „Elstertal”

Noch ist der Anteilsverkauf von Seiten der Stadt an die Thüringer Industriebeteiligungs-GmbH & Co. KG nicht vollzogen. „Der Freistaat hat die Anteile von Benson & Elliot auf eine vorläufige Bilanz gekauft. Aktuell wird auf die finale Version gewartet, um dann die Vereinbarung zwischen Stadt und Land verhandeln zu können”, erklärt der OB. Ziel ist es, noch in diesem Jahr die Transaktion abzuschließen, da der Erlös bereits im Haushalt 2020 eingestellt ist. „Nur mit diesen Einnahmen, von mindestens 10 Millionen Euro, lassen sich die Investionen im Haushalt 2020 darstellen.” 

( Fanny Zölsmann, 30.10.2019 )

zurück