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Entlang der Elster und durch den Stadtwald

Inzwischen jährt sich das Wanderangebot zum Reformationstag, der in Thüringen ja ein Feiertag ist, zum fünften Male. Sehr zufrieden schauen die Initiatoren auf die letzten Jahre zurück. Bis zu 500 Wanderfreunde haben sich beim beliebten Wandern entlang der Lutherwege durch den Geraer Forst beteiligt. In guter Erinnerung ist vielen die Wanderung zum 500. Reformationsjubiläum 2017 geblieben, als das Geraer Theater mit Schauspiel und Musik an der Wegstrecke überraschte. Auch für 2019 haben die Organisatoren etwas ganz Besonderes vorbereitet. Erstmalig sind die Ortsteile Milbitz, Thieschitz, Rubitz und Untermhaus an den Vorbereitungen beteiligt. „Wir begrüßen die Wanderer im Landcafé Rubitz der Bäckerei und Konditorei Möbius in der Rubitzer Straße 19“, weiß Ortsteilbürgermeister Norbert Geißler. Bei Kaffee, Kuchen und Reformationsbrötchen werden die Erlbach-Lerchen die Gäste mit Wanderliedern unterhalten. Knapp vier Kilometer der Strecke sind dann bereits geschafft. Diese startet am Mohrenplatz in Untermhaus und führt entlang der Weißen Elster bis nach Thieschitz. In der dortigen Kirche hat Pfarrer Dr. Frank Hiddemann eine Reformationsandacht vorbereitet.

Die Länge der Wanderung wird insgesamt 7,7 Kilometer betragen und weiter durch den Stadtwald von Rubitz bis Untermhaus führen. „Wir möchten diesmal einen Teil des Stadtwaldes erobern, der für viele unbekannt ist“, erklärt Konrad Nitschick, Fachdienstleiter Umwelt der Stadt. „Hier befinden sich historische Stätten, die zeigen, wie vielfältig der Stadtwald ist.“ Das Reußische Waldtheater Heldendank ist weithin unbekannt. Es wurde 1918 nach dem Ersten Weltkrieg errichtet, ist mitten im Wald gelegen und war als Verweil- und Theaterstätte für die „Helden“ des Krieges bestimmt. Bis 1934 fanden hier Aufführungen statt. Danach verfiel diese Anlage. In den letzten Jahren wurden Teile davon durch den Thüringenforst rekultiviert und wieder zugänglich gemacht. Eine kurze Darbietung an dieser Stätte wird die Wanderer an die Sinnlosigkeit des Krieges erinnern. Dafür konnte der russische Schauspieler Leonti Usolzew gewonnen werden. Ein weiterer Halt ist in der Nähe des Agneskreuzes geplant. Das Kreuz steht zum Gedenken an Agnes Fürstin Reuß j.L. (1835-1886). Gästeführer Günter Domkowsky hält hier historische Informationen bereit. Diese Station haben Ortsteilbürgermeister Reinhard Schmalwasser und sein Team vorbereitet.

Die Wanderung endet, wie in jedem Jahr, an der Waldhausbrücke und dem Reformationskreuz. Hier erwartet die Besucher eine Imbissstrecke mit Leckerem vom Rost und Wildgulasch aus der Feuerschüssel. Konfirmandinnen und Konfirmanden der Stadtkirchengemeinde Gera werden hier ihre selbstgebackenen Brote anbieten. Die Erlöse kommen Kindern und Jugendlichen in Lateinamerika, Asien und Afrika zu Gute und sind für Bildungsprojekte bestimmt. Zur Aktion „5000 Brote – Konfirmanden backen Brot für die Welt“ stellt die Geraer Bäckerei Laudenbach einen Backofen zur Verfügung.

Um 13 Uhr findet eine ökumenische Andacht am Reformationskreuz statt. Die Pastoren Michael Schlegel von der evangelischen Kirche, Bertram Wolf von den katholischen Gemeinde und Stefan Taubmann von der G26, sowie der Posaunenchor der Stadtkirchengemeinde werden den Gottesdienst gestalten.

Die Vorbereitungen der Aktionen zum Reformationstag von einer Vielfalt an Teilnehmern und Organisatoren zeigen, dass gemeinsam viel erreicht werden kann. „An der Grünwerkstatt ‚Stadtwald erleben‘ sind neben dem Stadtwaldbrücken- und dem Kirchbauverein, die OTEGAU, der Arbeitskreis Christlicher Kirchen Gera (ACK), der Thüringenforst, die Geraer Stadtverwaltung und viele Privatpersonen beteiligt“, erklärt Heinrich-Dieter Hischer vom Förderverein Geraer Stadtwaldbrücken e.V. „Dadurch lassen sich Geistliches und Weltliches auf einer erlebnisreichen Strecke durch den bunt gefärbten Wald sehr gut miteinnader verbinden.“

Übrigens, man muss nicht die gesamten 7,7 Kilometer mitwandern. Jedes einzelne Teilstück kann gesondert erwandert werde. Auch am Reformationskreuz ist jeder herzlich willkommen. Der Verlauf des Wanderweges wird im Vorfeld durch ein großes grünes „R“, für Reformationswanderung, gekennzeichnet und ist an das grüne „L“ des Lutherweges angelehnt.

Start ist am morgigen Donnerstag, 31. Oktober, 7.45 Uhr, auf dem Mohrenplatz. Die Andacht in Thieschitz beginnt um 9 Uhr, bis 10.15 Uhr erfolgt die Rast am Landcafé Möbius in Rubitz. Ab 11 Uhr ist Treffpunkt im Waldtheater und schließlich erfährt man gegen 12 Uhr die Details zum Agneskreuz. Wie in den letzten Jahren werden auch Martin Luther und seine Frau Katharina im Kostüm an der Wanderung teilnehmen, war von Heinrich-Dieter Hischer zu erfahren, denn so mache das Laufen durch Wald und Flur noch mehr Spaß. 

( Wolfgang Hesse, 30.10.2019 )

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