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140 Jahre im Dienst der Bienen

Seit 140 Jahren klebt flüssiges Gold an den Händen Geraer Bürger. Denn eine ausgewählte Riege an begeisterten Menschen hat sich im Jahre 1879 der Bienenzucht verschrieben und produziert seither Honig in den feinsten Sorten. Zu den heutigen Mitgliedern gehört der seit 1992 dem Verein vorsitzende Rolf Gebhardt. „Am 12. September 1879 trafen sich im Lokal zur Goldenen Sonne in Gera 19 Interessenten der Bienenzucht aus Gera und Umgebung. Sie gründeten den Imkerverein. Als Vorsitzender wurde Herr Rebst und als Protokollant Herr Kröhl gewählt. Elf Jahre später übernahm der Fabrikant Plarr den Vorsitz. Zu dieser Zeit gab es 53 Imker mit 131 Völkern in der Stadt. 1999 zum 120. Gründungsjubiläum zählte der Verein noch 26 Imker mit etwa 190 Völkern”, erzählt Rolf Gebhardt ein wenig aus der Historie. Es gab eine Zeit in der das Imkern ins Hintertreffen geriet. In den letzten Jahren gewinnt die Bienenzucht und die Eigenproduktion von Honig und Produkten aus dem goldenen Saft zunehmend wieder an Bedeutung. Gründe dafür sind das drohende Bienensterben und das wachsende Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Umwelt.

Die Mitglieder der „Goldenen Weisel” freuen sich über jede Neuanmeldung und jeden Interessenten an der Ausbildung zum Imker. „Auch bei den Heranwachsenden ist das Interesse weiterhin hoch. Bereits für das nächste Bienenjahr haben sich für die Lehrpfade hier in Gera und die Grüne Klasse Ronneburg Schulen angemeldet”, zeigt sich Rolf Gebhardt erfreut, der bis 2021 noch den Vorsitz innehaben will. Dann stehen Neuwahlen an und er ist bestrebt das Gründungsbuch von 1879 in neue, frische und tatkräftige Hände zu geben.

Nun heißt es aber erst einmal entsprechend dem Gründungstag von 1879, am Sonnabend 14. September, im Novotel gemeinsam mit allen noch aktiven Imkern – 36 an der Zahl – samt Partnern zu feiern. Mit dabei sind Oberbürgermeister Julian Vonarb und der Landesvorsitzende der Bienenzüchter Frank Reichardt.

Land fördert Investitionen der Imker

Übrigens: Thüringen fördert gemeinsam mit der Europäischen Union Nachwuchsimker, Imkerpaten und Imker. Bis zum 30. November ist es wieder möglich, Anträge zur Förderung von Investitionen zu stellen. Damit sollen die Erzeugungs- und Vermarktungsbedingungen für Bienenzuchterzeugnisse verbessert werden. Möglich sind Zuschüsse von bis zu 30 Prozent bei einem Investitionsvolumen zwischen 500 Euro bis maximal 4.000 Euro. Unterstützt wird beispielsweise die Anschaffung von Geräten und Ausrüstungsgegenständen zur Gewinnung und Verarbeitung von Honig. „Imker leisten einen enormen Beitrag zum Allgemeinwohl. Die Bestäubung der Bienen in Obst- und Gemüsegärten und in der Natur ist unverzichtbar“, sagt Thüringens Landwirtschaftsministerin Birgit Keller. „Wer sich für Bienen einsetzt, übt aktiven Naturschutz und setzt sich für gesellschaftliche Belange wie die Erhaltung der Biodiversität und bestehender Kulturräume ein. Wir brauchen deshalb eine flächendeckende Imkerei im Land. Die Förderung deckt einen Teil der Ausgaben der Imker.“

Die Anträge auf eine Förderung können bis zum 30. November beim Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum, Referat 52, 07646 Stadtroda, Am Burgblick 23 eingereicht werden.

Hier geht‘s direkt zum Förderantrag:

www.thueringen.de/th9/tmil/lawi/agrarfoerderung/saeule2/Bienen_Imkerei/index.aspx 

( Fanny Zölsmann, 11.09.2019 )

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