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Morgiger Stadtrat will eine Wahl treffen

In der vergangenen Woche hatten wir darüber berichtet, dass auf der morgigen Tagesordnung des ersten Stadtrates nach der Sommerpause (Beginn 18 Uhr, Rathausaal) die Wahl des 1. Beigeordneten der Stadt Gera steht. Wenngleich seine Amtszeit erst Ende Januar 2020 endet, soll bereits jetzt neu gewählt werden. Wir haben beim OB der Stadt Gera nachgefragt, warum er den Tagesordnungspunkt bereits jetzt auf selbige setzen ließ. Warum haben Sie die Wahl vorgezogen? 
Nicht ich habe dieses Top gesetzt, wenngleich es mir obliegt die Tagesordnung festzusetzen, ist es den Fraktionen mittels Antrag möglich, Punkte auf die Tagesordnung zu bringen. In diesem Fall war es die CDU-Fraktion. 
 
Also bevorzugten Sie einen anderen Zeitpunkt?
Ja, ich hätte die Wahl im Oktober veranlasst. Dies sagte ich auch den Hauptausschussmitgliedern. Zur Erklärung: Ich habe eine Ausschreibung veranlasst, weil ich mir vom künftigen Bürgermeister und 1. Beigeordneten der Stadt Gera, also meinem Stellvertreter wünsche, dass er den Fachdienst Finanzen anerkennt und nicht nur zur Kenntnis nimmt. 
 
Wie viele haben sich beworben?
Es gab 22 Bewerbungen, davon eine ungeeignete und eine wurde zurückgezogen. 20 gingen ins Rennen. Das Bewerbungs-Prozedere sieht vor, dass sowohl ich als Oberbürgermeister als auch alle acht Fraktionen einen Vorschlag für das Amt des Bürgermeisters einbringen können (bei Uneinigkeit wären auch 20 Vorschläge auf der Liste möglich). 
 
Wie hatten Sie sich den Bewerbungsprozess vorgestellt?
Mein Ziel war es, effizient und effektiv im Vorfeld eine Auswahl zu treffen, unabhängig davon, ob die Stadträte selbige Auswahl getroffen hätten. Mir ging es darum, dass Gespräche zwischen Bewerber und Fraktionen sowie zwischen Bewerber und mir nicht doppelt stattfinden, sondern dass wir uns alle an einen Tisch setzen und den Kandidaten auf dem Zahn fühlen. Ich denke, dass in Anbetracht der Kürze der Zeit ein guter strukturierter Prozess zur Auswahl des geeignetesten Kandidaten nur schwer möglich ist, wir dennoch gut zusammengearbeitet haben.
 
Welche Eigenschaften sollte denn der geeigneteste Kandidat mitbringen?
 Im Kern die fachlichen Eigenschaften, die zur Leitung eines solchen Dezernats notwendig sind. Dem 1. Beigeordneten obliegen die Aufgaben Einwohnerwesen, Ordnung & Sicherheit, Fachdienst Brand- und Katastrophenschutz und seit meiner Amtszeit auch der Fachdienst Finanzen. Dies sah ich damals als notwendig an, das Dezernat Finanzen in einen Fachdienst umzuwandeln, weil dieses Dezernat im Vergleich zu Soziales, Bau und Bürgermeister keine politische Beigeordnetenfunktion innehatte. Da der Bürgermeister mein direkter Stellvertreter ist, sah ich es als logisch an, den Bereich Finanzen ihm direkt anzugliedern.
 
Wird morgen die Entscheidung im Stadtrat fallen?
Sie kann, muss aber nicht. Es muss sich eine Mehrheit für einen Bewerber finden. (Anmerkung der Redaktion: Zum Zeitpunkt des Interviews stand die Liste der wählbaren Bewerber noch nicht fest)
 
Was wünschen Sie sich von Ihrem neuen Stellvertreter?
Wir haben große Herausforderungen im Verantwortungsbereich des 1. Beigeordneten. Die Ordnung und Sicherheit einschließlich des Brand- und Katastrophenschutzes unserer Stadt sowie der Bürgerservice als Aushängeschild des maximalen Dienstleistungsgedankens sind als eine meiner Kernthemen dort verortet. Nicht zu vergessen unsere städtischen Finanzen – der Haushalt als Gestaltungsrahmen und wesentliche Grundlage für die Arbeit der Verwaltung ist eine Gemeinschaftsaufgabe, über welchen die Stadträte als Gestaltungsrahmen im Sinne und zum Wohl der Geraer entscheiden. Ich wünsche mir eine gemeinsame konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Stadtrat. Als Basis erwarte ich fachliche Kompetenz und ein Höchstmaß an Loyalität, Vertrauen und Integrität, um ein gemeinsames Wirken für Gera zu ermöglichen. 

( Fanny Zölsmann, 04.09.2019 )

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