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„Ich habe Bieblach auf dem Schirm”

Es war nicht sein erster Besuch in Bieblach und es wird auch nicht sein letzter gewesen sein. OB Julian Vonarb ist vor Ort, hört zu und nimmt die Anliegen der Bewohner ernst. „Ich bin bewusst hier und nehme bewusst alles mit”, betonte der Rathauschef abschließend.

Vor einem Jahr bekam OB Julian Vornarb eine Liste mit Wünschen und Anregungen der Einwohner von Seiten der Stadttteilmanagerin Steffi Nauber überreicht. Nun, ein knappes Jahr später, kam er zurück und wollte seinen Rucksack voll mit Antworten leeren. Doch OB Vonarb ging mit einem eben so prall gefüllten Rucksack, wie er gekommen war. Zahlreich folgten die Bieblacher der Einladung, ihren OB im Stadtteilbüro Bieblach treffen zu können. Die Anliegen, die sie mitbrachten wogen gleichermaßen schwer und gaben den Anschein, als sei nichts besser und nur noch schlechter im Stadtteil geworden.

Viel Unmut wird laut, wenn über die zugezogenen Bürger die Rede ist. „Wir sind nicht ausländerfeindlich, wir wollen aber, dass sie sich genauso an die Regeln halten, wie wir es tun. Mülltrennung, Ruhezeiten und Sauberkeit auf den Straßen gelten auch für sie”, so die Meinung einer Bürgerin, die in der Schwarzburgstraße lebt. Ein weiteres der Polizei nicht unbekanntes Problem sei der Skatepark in der Maler-Fischer/Robert-Erbe-Straße. „Die Jugendlichen, die hier ständig verkehren, lassen den Skatepark verkommen. Sie nutzen ihn nicht als Freizeitmöglichkeit, sondern für ihren täglichen Alkoholkonsum”, so ein Eigentumsbesitzer. „Nicht alles ist schlecht, ich muss auch mal etwas Positives sagen”, so eine Anwohnerin aus der Otto-Lummer-Straße, die auf den Bolzplatz in der Robert-Havemann-Straße blicken kann. „An einem Tag spielen die Deutschen, an einem anderen Tag die Zugewanderten. Es ist immer friedlich und ruhig.”

Von einst 12.000 Einwohnern, leben heute noch rund 4.000 Menschen in Bieblach-Ost. Eine wichtige Frage des Abends war folglich die Zukunft des Stadtteils Bieblach-Ost und die künftige gesunde, soziale Durchmischung. „Grundlage für die gesamte Stadt ist der Flächennutzungsplan. Aktuell befindet sich dieser in der Überarbeitung und liegt den entsprechenden Fachkräften in der Stadtverwaltung vor. Sie machen sich Gedanken, wie Bieblach künftig aussehen kann. Denn ganz persönlich gesagt, hat Bieblach viele Vorteile. Allein die geografische Lage zur Autobahn ist ein Pluspunkt für die zukünftige Entwicklung auch im Hinblick von Zuzug junger Familien. Wir müssen die Versorgung in Sachen Einzelhandel und Ansiedlung von Gewerbe vorantreiben, dann wird Bieblach-Ost von allein gesund sozial durchmischt. Doch eine finale Antwort auf die Frage, wie Bieblach sich entwickeln kann, wird und soll, kann es frühestens in ein bis zwei Jahren geben. Denn solange, das musste ich auch erst lernen, dauert es, bis ein Konzept, wie der Flächennutzungsplan durch alle Gremien durch ist”, bringt es OB Vonarb auf den Punkt.

Doch keinesfalls will Vonarb vertrösten oder etwas auf die lange Bank schieben. „Wenn ich Entscheidungen im Rathaus treffe, werde ich weiterhin einen besonderen Blick auf den Stadtteil werfen. Viele Dinge werden allerdings auch übermorgen noch so sein wie heute. Um Grundsätzliches zu ändern, benötigt es oft ein bis zwei Jahre. Daher sehe ich es als notwendig an, dass wir uns regelmäßig in kleinen Gruppen treffen, um Themen detailliert besprechen zu können”, kündigte der OB an, sich öfters in Bieblach blicken zu lassen.

Neben den Schwerpunkten der sozialen Durchmischung und der Herausforderungen im Zusammenleben mit Geflüchteten stand auch die Wohnumfeldgestaltung sowie der Wohnungs- und Gebäudeleerstand zur Diskussion. „Wir sind froh, dass wir den Verkauf der GWB Elstertal erfolgreich und gut über die Bühne bekommen haben und sind zuversichtlich, dass wir als Stadt einen guten Partner gefunden haben”, so der OB, der in der GWB Elstertal selbst einen verlässlichen Partner der Wohnungswirtschaft sieht. Neue Eigentümerin von 74,9 Prozent der Anteile ist nun die Thüringer Industriebeteiligungs-GmbH und Co. KG (TIB) – ein Förderfonds einer Tochter der landeseigenen Thüringer Aufbaubank.

( Fanny Zoelsmann, 14.08.2019 )

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