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Von Osterbäumen, Eierhitparade und gackerndem Hühnerhof

In einen überaus bunten Museumsfrühling startet das Museum für Naturkunde. Und das nicht nur im Botanischen Garten, sondern auch im Haus am Nicolaiberg selbst und sogar tief unter der Erde, im Höhler 188, gibt es Neues und Unterhaltsames zu bestaunen. "Museumsbesuch soll nicht nur bilden und Wissen vermitteln, sondern auch Spaß machen", ist die Devise der Direktorin Christel Russe. Mit schönen Ausstellungen und interessanten Aktionen für groß und klein werden nicht nur zu den Feiertagen die hübschen Ostereier verteilt, aber gerade zu Ostern lohnt sich ein Spaziergang für die gesamte Familie durch alle drei Einrichtungen des Hauses.
Wer das Naturkundemuseum betritt, wird ein Haus voller Leben vorfinden. Da trilliert und pfeift es nicht nur aus der Vogeluhr, sondern eine ganze Hühnerschar gackert um die Wette. Bis zum 18. April heißt es "Wenn der Hahn kräht auf dem Mist.." Geflügelzüchter aus Pölzig haben einen kleinen Hühnerhof aufgebaut und lassen ihrem Federvieh einmal in die Nester schauen. Osterbäume sind aufgestellt, an die die Besucher ihre schön bemalten Eier hängen können.
Neben dieser Eierhitparade kann noch ein "Magisches Ei" bewundert werden. Doch es lädt auch zum Spielen ein. Und das sollten nicht nur Kinder versuchen, Erwachsene werden ebenso herausgefordert. Die Figur ist ein Tangram und besteht aus neun Teilen. Entwickelt hat es der Geraer Herbert Zölsmann von UGN. Er hat das chinesische Spiel wiederentdeckt. Man kann aus den Figurenteilen nicht nur die Grundform wieder zusammensetzen - was auch nicht ganz einfach ist -, sondern auch andere Formen.
Mehr Österliches gibt es für die Kleineren vom 13. bis 16. April im "Schwalbennest". Mit Gesang, Nestern, bunten Federn und einem Rätsel wird verkündet "Alle Vögel sind schon da". Die Größeren erleben in der Begegnungsstätte "Vier Jahreszeiten" eine Eierhitparade vom kleinsten bis zum größten Ei. Es werden erstaunliche Experimente mit Eiern durchgeführt und phantasievolle essbare Dekorationen rund um das Ei gefertigt.
Im Höhler 188 wartet eine neue Sonderausstellung auf die Besucher. Befassten sich die vergangenen mit Silber, Diamanten, Mineralien und anderen Naturstoffen, ist es diesmal Holz. Der Ostthüringer Holzgestalter Andreas Wolf aus Zickra stellt die ganze Facette seines kunsthandwerklichen Schaffens vor. Mit großem Einfühlungsvermögen spürt er dem einmaligen Charakter eines jedes Stückes Holz nach, das er zu bearbeiten hat, und gibt ihm im fertigen Produkt ausdrucksvolle Gestalt. Er fertigt Dosen, Lampen und auch Knöpfe, die letzteren gehen als Exportartikel in viele Länder der Welt. Große Modehäuser reißen sich danach. Die Ausstellung, in der auch einige Exponate zum Verkauf bereitstehen, dauert bis 18. Juni.
Im Botanischen Garten gibt es bei einem Spaziergang immer etwas zu entdecken. Aber auch das Turmhaus lädt zum Verweilen ein. Das Thema der Sonderausstellung in dem historischen Gemäuer lautet "natürlich". Die vielfältigen Ausstellungsstücke stammen von Ulrike Lichosik, die Initiatorin der Veranstaltungsreihe "Kreatives Turmhaus". Natürliches haben die Exponate auf jeden Fall zum Ausgangsmaterial: Ton, pflanzliche oder tierische Fasern, Papier. Am Gründonnerstag, am Ostersonnabend sowie am 17. und 24. April, jeweils 14 bis 16 Uhr zeigt Ulrike Lichosik textile Techniken zum künstlerischen Gestalten.
Der Botanische Garten hat zu Ostern folgende Öffnungszeiten: Karfreitag 11 bis 16 Uhr, Sonnabend, 14 bis 16 Uhr sowie Sonntag und Montag von 11 bis 16 Uhr. Das Museum selbst hat gemeinsam mit dem Höhler von Karfreitag bis Ostermontag täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Viel Spaß beim Osterspaziergang!

( Helga Schubert, 08.04.2004 )

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