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Effizienz und noch mehr Sicherheit

Es ist dem Bürgermeister der Stadt Gera, Kurt Dannenberg, gemeinsam mit dem Fachdienstleiter Brand- und Katastrophenschutz, Thilo Schütz, und zusammen mit den handelnden Akteuren in Jena und weiterer Ostthüringer Gebietskörperschaften gelungen, die Idee eines Leitstellenverbundes Ostthüringen mit zwei Leitstellen in Gera und Jena zu etablieren. Die ursprünglich von der Landesregierung vorgeschlagene Leitstellenreduzierung von 13 auf 4 Standorte konnte den begründeten Einwänden der beteiligten Kreisfreien Städte und Landkreise nicht standhalten. „Noch gibt es keinen rechtskräftigen Beschluss, aber die aktuelle Lage beschreibt sechs Zentrale Leitstellen in Thüringen: Eine in Erfurt, sowie je eine in Nord-, Süd-, West-, und in Ostthüringen mit zwei Standorten: Gera und Jena. Wir haben damit eine Besonderheit für Ostthüringen geschaffen, dass wir künftig gemeinsam mit Jena agieren werden. Dafür haben wir mit dem Saale-Orla-Kreis eine Vereinbarung geschlossen und wird die Zentrale Leitstelle Jena mit Landkreis Saalfeld-Rudolstadt eine Vereinbarung schließen”, bringt es Kurt Dannenberg auf den Punkt. Eine vom Land in Aussicht gestellte Fördermittelrichtlinie wird die neue Leitstellenstruktur im Freistaat beschleunigen, ist der Bürgermeister von der benötigten Unterstützung des Landes überzeugt.
Aufgrund eines Beitrittsbeschlusses des Saale-Orla-Kreises zum Rettungsdienstzweckverband Ostthüringen (RZV-OT) und des diesen Beitritt bestätigenden Beschlusses der Verbandsversammlung des RZV-OT, wird der Saale-Orla-Kreis zum 1. Juli 2020 als gleichberechtigtes Verbandsmitglied im RZV-OT aufgenommen. Ab 1. Juli 2020 wird damit neben Gera, dem Landkreis Altenburger Land und Landkreis Greis auch der Saale-Orla-Kreis über die Leitstelle Gera abgesichert. „Bis zu diesem Stichtag gibt es noch eine Menge zu tun. Wir erfassen und übernehmen dafür z.B. die erforderlichen Daten für den Saale-Orla-Kreis in unser Einsatzleitsystem: Straßennamen, Ortschaften, Objekte, um künftig aus der Leitstelle Gera Einsätze im Saale-Orla-Kreis nach der vorgegebenen Alarm- und Ausrückeordnung koordinieren zu können, auch wollen wir mit Jena eine Zweckvereinbarung schließen, um künftig mit der modernsten Fernmelde-/Kommunikationstechnik agieren zu können”, erklärt Thilo Schütz  Dies sind unter anderem Meilensteine, die noch folgen, um einen reibungslosen, effizienten und sicheren Übergang gewährleisten zu können.
Bereits 2015 wurde die Idee eines Leitstellenverbundes Ostthüringen unter Bürgermeister Kurt Dannenberg entwickelt. Zwei Jahre später nahmen die Gespräche Fahrtwind auf. Es ist inzwischen das Ziel der Landesregierung und der Krankenkassen, alle Thüringer Leitstellen an künftig sechs Standorten zu bündeln und mit einem einheitlichen, allumfassenden und modernen Notrufsystem auszustatten. „Es erschließen sich viele Effekte aus diesem Verbund. Wesentlich ist der Sicherheitsaspekt. Als Beispiel sei der Sturm Friederike vom Januar 2018 zu nennen, der uns fast unsere Funkantenne vom Dach gerissen hätte. Greiz, Altenburg und Altenburger Land wären abgeschnitten gewesen. Mittels dieses Leitstellenverbundes schaffen wir eine Redundanz zur Leitstelle Jena, welche in einem derartigen Szenario dann die Notrufe entgegennehmen könnte. Gleiches gilt umgekehrt für Jena mit der Leitstelle Gera. Als weiterer Effekt ist die Personalressource zu nennen. Disponenten, die mit einem einheitlichen System arbeiten und an einem Solchen ausgebildet werden, könnten leitstellenübergreifend eingesetzt werden, wenn z.B. eine Krankheitswelle ausbricht oder Personal aufgrund anderer Ernstfälle zum Engpass würde”, zählt Thilo Schütz auf und betont zudem das gewinnbringende Alleinstellungsmerkmal für Gera ab 2020: „Wir sollen voraussichtlich Ausbildungsstandort mit einer Lehrleitstelle für ganz Thüringen werden.”
Allein in Ostthüringen: Gera, Landkreis Altenburger Land und Landkreis Greiz gibt es jährlich ca. 90.000 Einsätze, vom Rettungsdienst bis zur Feuerwehr. Fünf Einsatzleitplätze zählt die aktuelle Leitstelle in Gera, Berliner Straße. Im kommenden Jahr wird ein Platz hinzukommen und der Raum vergrößert, um Platz für vier Ausnahmeabfrageplätze zu gewinnen. Für die Erweiterung der Leitstelle um den Saale-Orla-Kreis werden die derzeit 25 Stellen zudem um drei neue Stellen ergänzt. Ab 1. Juli 2020 bedient die Leitstelle Gera ein Areal mit 387.000 Einwohnern. 

( Fanny Zölsmann, 19.06.2019 )

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