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Spannungsfeld zwischen Repertoire und Neuentdeckung

Keine Erhöhung der Preise, noch eine komplette Spielstätte für die nächste Saison 2004/05 und weitere Konzerte mit GMD Gabriel Fels, obwohl er ab Herbst als Chefdirigent in Stuttgart antritt, nannte der designierte Generalintendant des Theaters, Dr. Eberhard Kneipel, als gute Nachricht. Es werde trotz Intendantenwechsel keinen Kurswechsel geben, Kontinuität sei angesagt. Dr. Kneipel wird, nachdem Dr. René Serge Mund seinen Vertrag nicht erneuert hat, vorerst für zwei Jahre die Stelle des Generalintendanten ausfüllen.
Der Spielplan 2004/05 soll auf ein Spannungsfeld zwischen Repertoire und Neuentdeckung setzen. "Das Theater muss stets auf Sinnsuche sein, sonst gibt es Stillstand", sagt Dr. Kneipel. Elf große Produktionen sind geplant. Zehn Premieren wird es in Gera und zehn in Altenburg geben, Eröffnungsgala, Theaterball, Konzert für Sie, das Alles-Theater-Festival sowie das Juli-Spektakel und Kammerkonzerte in Altenburg kündigte er an.
In diesem Jahr wird die Spielzeit nach der Sommerpause und der Eröffnungsgala eingesungen. Am 17. September hat Giuseppe Verdis Oper "La Traviata" Premiere. Dafür werden bereits jetzt die Vorbereitungen getroffen. Operndirektor Prof. Stephan Blüher will Verdis Oper nicht in historizierender Weise umsetzen, sondern in aktueller Dichtheit. Ein sehr selten aufgeführtes Werk von Leo Janácek "Die Ausflüge des Herrn Broucek", ein schillerndes, satirisches und groteskes Werk, wie der Operndirektor es nannte, folgt am 12. November. Die Künneke-Operette "Der Vetter aus Dingsda" und Mozarts "Zauberflöte" rücken erst in der nächsten Spielzeit auf Geras Bühne vor. Hier wird es aber noch ein Musical geben, und zwar am 18. Februar "West Side Story" von Bernstein.
Deutsche Klassik spielen neben Shakespeare weiter eine Rolle im Schauspiel, erklärt Schauspieldirektor Frank Lienert-Mondanelli. Schillers Drama "Kabale und Liebe" hat am 19. September Premiere in Altenburg und am 21. Januar in Gera. Das Premierenfieber im Schauspiel beginnt in Gera am 8. Oktober mit der Shakepeare-Komödie "Was ihr wollt". An ein Boulevardstück wagen sich die Mimen mit "Außer Kontrolle" von Ray Cooney. Es soll Spaß und Vergnügen bereiten, wird aber nicht ganz einfach, räumt der Schauspieldirektor ein. (Premiere: 11. März). Die Märchenzeit wird mit "Rotkäppchen" bedient. Experimentierfreudig zeigt sich das Schauspiel mit "Das Fest", ein Psychothriller, an dem der Zuschauer selbst ein einer Tafel Platz nehmen kann, "Fluchtweg", ein Jugendstück, und "Kunst", eine Komödie. Interessante Vorhaben auch im Puppentheater. Hier können die Zuschauer die drei Schweinchen "Zilli, Billi und Willi" und die "Heinzelmännchen" kennenlernen und erleben "Nils Holgerssons wundersame Reise". Eine Neufassung von "Doctor Faust" dürfte auch Große interessieren. - Das Ballett ist nur mit einer Produktion vertreten "Ein Strawinsky kommt selten allein" (6. Mai). Ballettdirektor Wolfgang Ranke nannte als Grund die Einspannung in "West Side Story" und Gastspiele mit "Sommernachtstraum" in Meiningen.

( Helga Schubert, 08.04.2004 )

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