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Wir sind anders als die Anderen

Sie seien neu, einig, unverbraucht, kompromissfähig. Sie seien unabhängig, aktiv, akzentuiert. Sie wollen zum Wohle der Stadt kommunalpolitisch wirken. Sie nennen sich Wählervereinigung, sie sind für Gera.

Seit dieser Woche ist Gera um eine politische Kraft reicher. Die Wählervereinigung „FÜR GERA“ will beim Bürger den Spaß an der politischen Arbeit wieder wecken. „Geras politische Landschaft ist geprägt von starren Strukturen, welche ideologisch festgefahren sind. Die Politik erreicht den Bürger nicht mehr. Fraktionszwänge, innerparteiliche Querelen und Unproduktivität lähmen die Entwicklung unserer Stadt”, sagt Sandra Graupner, Mitinitiatorin und Mitgründerin der neuen Wählervereinigung. Sie selbst ist im politischen Leben dieser Stadt keine Unbekannte. 2014 als CDU-Stadträtin gewählt, langjährig als stellvertretende Kreis- und Fraktionsvorsitzende tätig, wechselte sie während ihrer Legislatur in die damals neu gegründete Fraktion „Liberale Allianz”, ein Konglomerat aus Stadträten der CDU, Wählervereinigung „Arbeit für Gera”, FDP und Professor Dr. Thomas Weil, der sowohl schon für die SPD als auch für die Grünen im Stadtrat saß.

Nach knapp fünf Jahren Sammeln politischer Erfahrungen will Sandra Graupner ihren eigenen Weg gehen. Sie sei das Gezänk innerhalb und unter den Parteien und Fraktionen statt, sie wolle „nicht länger nur ‚Dafür und Dagegen‘ handeln, Programm- oder Parteibuch gebunden agieren oder auf Postenhascherei aus sein”.

Noch ist die Wählervereinigung „FÜR GERA” jung. Ihre Gründung datiert auf den 24. Juli 2018. Elf Mitglieder, sieben im Vorstand und vier weitere Vorstandsmitglieder, bilden aktuell den Kreis der Aktiven. Neben Sandra Graupner gehören Unternehmer Mirko Raatz, Rechtsanwalt Sven Rothe, Unternehmer Frank Bauer (ehemals Wählervereinigung „Arbeit für Gera”), Architekt Thomas Laubert, Studentin Alexandra Klinke und Versicherungsmakler Andreas Herrmann dazu. „Wir sind eine gesunde Mischung aus bereits politisch aktiven und nicht aktiven Mitgliedern”, stellt Graupner fest. „Wir wollen eine Mischung aus ‚alten Hasen und jungen Wilden‘, damit wir mit Sachverstand frischen Wind in den tristen Politikalltag der Stadt bekommen”, führt Mirko Raatz weiter aus.

Noch gibt es kein Programm, dieses soll bis Ende des Jahres gemeinsam mit allen engagierten Bürgern erarbeitet werden, damit die Wählervereinigung „FÜR GERA” die Kommunalwahl 2019 bestreiten kann. Denn das ist das Ziel, wenngleich noch niemand der Aktiven weiß, wohin die Reise gehen soll, dass die Wählervereinigung „FÜR GERA” im Stadtrat 2019 Platz nimmt und eine stabile Größe gegenüber den anderen Fraktionen bildet. „Wichtig ist uns, dass wir mit allen, die engagiert sind, zusammenarbeiten wollen. Wir sind dem Grunde nach nicht gegen jemanden oder etwas, solange es zum Wohle der Stadt geschieht”, betont Graupner.

Fest steht, dass sie mit ihrer Arbeitsweise neue Wege bestreiten. Sie wollen themenbezogen in Kleingruppen sachorientiert arbeiten. „Niemand der Stadträte weiß alles, daher wollen wir mit Experten einzelner Fachgebiete zusammenarbeiten und dadurch unsere Lösungsvorschläge und Gedanken in die politische Arbeit einfließen lassen. Eine erste Arbeitsgruppe gibt es bereits. „Junges Gera” will sich mit Kita, Schule und Bildung beschäftigen. Mitmachen kann übrigens jeder, mit oder ohne Mitgliedsantrag für die Wählervereinigung in der Tasche. Ein erstes Treffen findet am Donnerstag, 9. August, 18.30 Uhr, im Restaurant Markt 1 statt. 

( Fanny Zölsmann, 28.07.2018 )

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