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Auftakt für gemeinsame Zukunft

Es ist nicht einfach, wenn sich Dinge ändern. Doch manchmal muss es eben sein. Mit Beschluss des Bischöflichen Ordinariats im Bistum Dresden-Meißen, wozu auch das Dekanat Gera gehört, werden alle karitativen Einrichtungen, wie Kindertagesstätten und Seniorenheime aus der Verantwortung von Pfarrgemeinden in neue Trägerschaften überführt. Das Katholische Seniorenheim Edith Stein und die Kath. Naturnahe Kindertagesstätte Perlboot – St. Franziskus befanden sich bis Ende 2017 in der Trägerschaft der Katholischen Pfarrei „Heiliger Maximilian Kolbe“. „Diesen Übergangsprozess hat Pfarrer Thomas Hajek während seiner Zeit als Gemeindepfarrer über die letzten zehn Jahre intensiv und aktiv begleitet, denn wir wollten einen Träger finden, der unseren Anliegen am nächsten kommt“, weiß Angela Wildenauer, Heimleiterin des Seniorenheims „Edith Stein“ in Gera-Lusan. In diesem Jahr besteht die Einrichtung 25 Jahre, feiert also ein Jubiläum. Derzeit werden hier 132 Heimbewohner in der stationäre Pflege, der Kurzzeitpflege und der Behindertenpflege betreut. Seit September 2017 ist eine Tagespflege mit 15 Plätzen hinzugekommen. „Ich denke mit der Caritas haben wir einen passenden Träger für das Seniorenheim und die Kita Perlboot gefunden. Die Seelsorge hat bei uns, neben der tägliche Pflege und Betreuung, Priorität. Es war und ist unser Anliegen, dass dies so bleibt“, wünscht sich Angela Wildenauer. „Die Lebenszeit, die vielen Stunden, die wir für einen maßvollen Übergang investiert haben, kann man nicht in Worte und Zahlen fassen“, sagt sie bewegt. „Jede Veränderung ist natürlich eine Herausforderung, doch wir gehen positiv in die Zukunft.“ Das Wichtigste sieht Angela Wildenauer im Erhalt der Einrichtungen und der Arbeitsplätze. Die 115 Mitarbeiter, Teilzeitkräfte, Auszubildende und Bundesfreiwillige im Heim und die sieben Mitarbeiterinnen in der Kita werden mit allen ihren Ansprüchen übernommen. „Für unsere Mitarbeiter ändert sich also wenig. Sie haben jetzt die Möglichkeit sich einzubringen und das tun sie auch“, erklärt die alte und neue Heimleiterin.

Während einer Andacht übergibt der jetzige Pfarrer Gregor Hansel dem neuen Träger in Persona der Geschäftsführerin der Caritas Ostthüringens, Gabriele Weber, symbolisch eine Tüte mit Antistressbällen. „Wir übergeben Ihnen einen laufenden Betrieb. Wir übergeben Verantwortung und es fällt nicht leicht loszulassen“, gesteht er. „Wir möchten beim Übergangsprozess nicht nur zusehen, sondern auch mithelfen. Die Antistressbälle stehen für die Verantwortung, für die Sorge um die Senioren und die Kinder.“

Das sieht auch Matthias Mitscherlich, Diözesan-Caritasdirektor vom Caritasverband für das Bistum Dresden-Meißen e.V., ebenso und dankt der Geraer Pfarrgemeinde für 30 Jahre karitative Arbeit. Der Hilfegedanke werde jetzt auch für die Mitarbeiter erweitert und das im Miteinander und im Zusammengehörigkeitsgefühl im Caritasverband, „wo Arbeit für Menschen in Not im Auftrag der katholischen Kirche unabhängig von Religion und Weltanschauung geleistet wird“, so Mitscherlich.

Gabriele Weber leitet die Caritas Ostthüringen seit Mitte 2016 und ist sichtlich froh, dass die vielen Formalitäten im Zuge des Trägerwechsels endlich geschafft sind. Sie habe Verständnis für die Menschen hier, sehe aber auch die erweiterten Möglichkeiten und Angebote, die die Trägerschaft mit sich bringt. „Im Bereich der Altenpflege kommen alle Leistungen jetzt aus einer Hand, der Caritas. Das schafft interessante Herausforderungen für die Mitarbeiter. Unsere Einstellung und Grundausrichtung sind die gleiche geblieben. Mit dem Perlboot haben wir jetzt die erste Kindereinrichtung im Verbund“, erklärt Weber. Pfarrer Gregor Hansel fühlt sich nach seinen erste Wochen in der Pfarrei „Heiliger Maximilian Kolbe“ gut aufgenommen. Er möchte weiterhin die Nähe zu den Mitarbeitern in den Einrichtungen suchen und als Pfarrer und Seelsorger für sie da sein.

( Wolfgang Hesse, 27.01.2018 )

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