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In Gera wird wieder Faustball gespielt

Faustball soll eine der ältesten Sportarten der Welt sein. Schon drei Jahrhunderte vor Christi soll in Italien ein Spiel entstanden sein, bei dem eine Kugel aus Leder mit Armen und Fäusten getroffen werden musste. Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen erfuhr das Faustballspiel bereits 240 Jahre nach Christi. Doch erst 1870 führte Georg Weber den Faustballsport in Deutschland ein. Und in Gera?
Da war mal etwas mit Faustball, erinnert sich Norbert Kietzmann, Vereinsberater beim SSB Gera. Aber wann? Egal. Was zählt ist, dass es jetzt in Gera seit kurzem beim TSV 1880 Gera-Zwötzen wieder eine Abteilung Faustball gibt.
Die Idee auch in Gera den Faustball wiederzubeleben hatte Pascal Fleißner. Er ist ein leidenschaftlicher Faustballspieler. Mit zehn Jahren hatte er damit begonnen und  spielte zuletzt beim SV 1975 Zeulenroda. Die Ausbildung hatte ihn nach Gera verschlagen und irgendwann wurde ihm das ständige Pendeln zwischen Gera und Zeulenroda zu viel. Doch seine ersten Versuche einer Belebung des Faustballs schlugen fehl. Statt Begeisterung, eher verschlossene Türen. Nach zwei Jahren nun ein erneuter Versuch und wie sich zeigte, ging alles viel schneller und unkomplizierter als gedacht.
In Thomas Wieden und Anne Schenderlein fand er zwei Partner, die von der Idee begeistert waren. Unterstützt wurde das Engagement durch Norbert Kietzmann, der ihnen dann auch den Weg zum TSV zeigte. Dann ging alles Schlag auf Schlag, wie Thomas Wieden, der sich bereit erklärte die Abteilung zu leiten, erzählt. Auch mit der Bereitstellung einer Trainingsstätte in der Schulturnhalle der Regelschule Bieblacher Schule ging es überraschend schnell. Was nun noch fehlt, ist eine Rasenfläche. Der Boden sollte nicht zu weich sein und eine Spielfläche von 50 Meter x 25 Meter besitzen.
Der TSV Vorstand bekräftigt seine Unterstützung für die neue Abteilung und zeigt sich begeistert über das Engagement der neuen Mitglieder. Inzwischen zählt die Abteilung acht aktive Mitglieder. Trainiert wird jeweils mittwochs von 18 bis 20 Uhr.
Thomas Wieden selbst spielt seit elf Jahren Faustball. 2016 wechselte er berufsbedingt, er arbeitet als Heilerziehungspfleger bei der Lebenshilfe, seinen Wohnsitz von Zeitz nach Gera. Auch Anne Schenderlein liegt das Faustballspielen im Blut. Viele Jahre spielte sie in der SG Kurtschau bei Greiz, bestritt auch zahlreiche Turnier und das mit Erfolg. Zwischendurch hat sie ein wenig pausiert, doch jetzt will sie es wissen. „Ich hoffe, dass ich wieder zu meiner Leistung finde und natürlich besser werde“, meint die Medizinstudentin. Schwer wird es ihr wohl nicht fallen. „Faustball ist ein großartiger Sport, geprägt von schnellen und langsamen Phasen, ist schnell erlernbar und verleiht ein Gefühl, besser zu werden“, beschreibt die 23-Jährige ihren Sport.
Für die anstehende Saison 2018/19 ist der Einstieg in die Bezirksliga Gera geplant. Auf dem Programm steht auch der Erwerb der Trainerlizenz, eine Ausbildung, die derzeit Pascal Fleißner absolviert.
Obwohl noch ganz jung, zeigen sich die Geraer Faustballer zuversichtlich, dass ihr Sport bald mehr Anhänger findet. „Es ist jedoch auch weiterhin viel Engagement nötig, um der Abteilung zum Wachsen zu verhelfen und die Sportart zu etablieren“, meint der 23-Jährige Abteilungsleiter. Es sei ein Schulprojekt geplant, wobei man da die Bieblacher Schule ins Auge gefasst habe, verrät Thomas Wieden und lobt die Aufgeschlossenheit, mit der ihre Ideen von Schulleiter Hans-Jürgen Voit aufgenommen werden. 

( Reinhard Schulze, 04.11.2017 )

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