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Nachbessern in der Kita-Bedarfsplanung

Kürzlich kam der Stadtelternbeirat zusammen um über den Entwurf zur Bedarfsplanung für die Kindertagesbetreuung zu beraten. Dieser wird vom Fachdienst Kinder- und Jugendhilfe erstellt und wenn keine Einwände vorliegen, vom Jugendhilfeausschuss beschlossen. Zuvor werden jedoch die Kindertagesstätten in einer Stellungnahme gehört und auch der Elternbeirat bringt nötige Änderungsvorschläge ein. Sieht der Jugendhilfeausschuss diese als berechtigt an, wird an den Fachdienst die Aufgabe der Änderung weitergegeben, bis die Bedarfsplanung beschlussfähig ist. „Klingt alles etwas kompliziert, aber am Ende ist es gut, dass die Planung durch viele Hände geht, gelesen wird und Änderungsvorschläge auch angenommen werden“, erklärt Michael Richter, Vorsitzender des Stadtelternbeirates (STEB).

Beim Treffen der 39 Beiräte wurde schnell klar, dass es Punkte in der 50seitigen Bedarfsplanung gibt, mit denen die Einrichtungen und auch der Beirat keinesfalls zufrieden sind. So lobt man zwar, dass neue Einrichtungen geplant sind, da der Bedarf in den kommenden Jahren weiter steigen wird, aber zu wenig für die bestehenden getan wird. So gibt es beispielsweise in der Kindertagesstätte Frankenthal einen großen Sanierungsbedarf, da hier der Brandschutz nicht gegeben ist. Dies kann dazu führen, dass diese Einrichtung im Härtefall schließen muss. Der Stadtelternbeirat möchte daher, dass auch Mittel für die Sanierung bereitgestellt werden. „Auch wenn zwei neue Tagesstätten hinzukommen sollen, besteht durch Sanierungsstau die Gefahr, dass an anderer Stelle Plätze wegfallen und dann stehen wir auch weiterhin vor dem Problem, dass der Bedarf nicht gedeckt werden kann“, so Richter dazu. Hinzu kommt, dass in den vorhandenen Kindereinrichtungen immer wieder Sondergenehmigungen zum Einsatz kommenn um weitere Räume in den einzelnen Häusern für die Betreuung der Kids nutzen zu können. „Damit schafft man ein paar neue Plätze, jedoch ist der eigentliche Platzbedarf nicht mehr gegeben und die Einrichtungen sind überfüllt“, erklärt Richter weiter. Doch nicht nur hier muss nachgebessert werden. Dem Elternbeirat ist aufgefallen, dass in der Planung vorgesehen ist, dass die Stadt die Vergabe der Kita-Plätze selbst steuern möchte. Bisher bekam jedes Neugeborene eine sogenannte Kita-Card, die für die Anmeldung in einer der Geraer Einrichtungen gedacht ist. Bisher besuchen Eltern einige Einrichtungen und wählen die passende aus. Nach Aussage des Beirates funktioniert dies sehr gut. Jetzt will die Stadt die Plätze vergeben, was vom Elternbeirat nicht mitgetragen wird. „Zum ersten sollten die Eltern das Recht haben zu entscheiden, welche Tagesstätte für den Nachwuchs die richtige ist. Es gibt unterschiedliche Konzepte und Beiträge. Zudem achten Eltern auch darauf wie weit der Weg bis zur Kindertagesstätte ist und natürlich ist es wichtig, dass die Abläufe auch in den Alltag integriert werden müssen. Hier kennen sich die Mitarbeiter der Einrichtungen bestens aus und haben Erfahrung. Die Stadt muss dies alles neu organisieren und benötigt mehr Personal“, berichtet Michael Richter zu den Einwänden des Beirates. Daher hat man sich entschieden, dies nicht mitzutragen und prüfen zu lassen. Des Weiteren wird dies an den Jugendhilfeausschuss weitergeleitet, der entscheiden muss, ob es zu den aufgeführten Punkten Nachbesserungen von Seiten der Stadt geben wird.

Doch nicht nur in Sachen Bedarfsplanung wird der Elternbeirat tätig, sondern man sieht sich als Vertreter für Eltern und Kinder und als Vermittler zwischen Eltern, Trägern und der Stadt. Dabei setzt man sich für die Vorschulentwicklung und pädagogischen Möglichkeiten in den Kitas ein. Mit der ehrenamtlichen Arbeit unterstützt man alle Seiten und bietet wenn nötig Hilfe an. Dazu gehört auch, dass man sich bei allen anfallenden Themen von der Betreuung bis hin zur Verpflegung einmischt, wenn es nötig ist, und bei Unstimmigkeiten auch manchmal den Finger in die Wunde legt. „Zu unseren Aufgaben gehört auch die Vermittlung wie zum Beispiel beim Kindergarten Löwenzahn in der Nähe der Salvatorkirche. Hier hatten die Eltern das Problem, dass man beim Bringen oder Abholen der Kinder schnell mal ein Ticket am Auto vorgefunden hat. Wir haben uns daher mit OB Dr. Viola Hahn verständigt und mit der Brötchentaste am Parkautomat eine passende Lösung gefunden“, bilanziert Richter eine gute Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und STEB.

( Lars Werner, 14.10.2017 )

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