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Thiers‘ Mordfälle hörbar gemacht

Mit dem Glockenspiel vom Rathausturm versetzen die ersten Töne den Zuhörer mitten auf dem Marktplatz, den Blick zum Turm gerichtet. So beginnt „Das Gera-Echo“, eine Hörzeitung der Kreisorganisation Gera des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Thüringens e.V. Michael Malpricht begrüßt sechsmal im Jahr auf diese Weise alle Mitglieder, die regelmäßig die Hörzeitschrift erhalten.

Ab der Nummer 1-2018 erwarten die Zuhörer wieder spannende Kriminalfälle aus dem Bezirk Gera. Auf jeder Ausgabe werden jeweils zwei Berichte zu hören sein. Hans Thiers wird auch seinen zweiten Band „Mordfälle im Bezirk Gera II: Berichte/Bilder/Dokumente“ für das Gera-Echo einsprechen. Sein erster Band war auf den Ausgaben 2015/2016 zu hören. Dem Buchautor macht es Spaß, seine 40 Kriminalfälle authentisch und mit persönlicher Note als Hörbuch aufzubereiten. Etwa zwei Wochen dauere es, solch einen Band aufzunehmen, bemerkt Hans Thiers. Der Kriminalrat a. D. arbeitet bereits an einem neuem Buch, das 2018 erscheinen wird. Darin geht es um Serienmörder, also Täter, die über drei Morde begangen haben. Er bezieht sich dabei auf alle Fälle, die von 1949 bis 1990 in der damaligen Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und in der DDR begangen wurden.

Mit der Hörzeitung hält die Kreisorganisation in Gera Verbindung zu ihren Mitgliedern und möchte helfen sie über allseits interessierende Fragen zu informieren. „Der Versand und der Rückversand zu unseren 60 Abonnementen erfolgt durch die Deutsche Post als Blindensendungen kostenlos. Dafür gibt es spezielle Versandtaschen“, berichtet Matthias Schiedek, Vorsitzender der Kreisorganisation Gera.

Auf jeder Hör-CD erwartet den Zuhörer ein vielseitiges und unterhaltsames Programm. Verbandsnachrichten, Termine und Berichterstattungen von Veranstaltungen des Thüringer Verbands halten die Ausgaben aktuell. Allseitig interessierende Beiträge aus den Geraer Tageszeitungen und Hörkataloge der Hersteller von Hilfsmitteln für Blinde und Sehbehinderte ergänzen die CDs. Als kleiner Bonus gibt es auf jeder Ausgabe ein Quiz und die Geburtstagsjubilare für den jeweiligen Zeitraum werden geehrt. Die CD ist im DAISY-Format aufgebaut. Das heißt, sie ist kompatibel mit speziellen Lesegeräten für Blinde und Sehbehinderte. Dieses Format enthält ein hörbares oder akustisches Inhaltsverzeichnis in mehreren Ebenen, mit dem auf den Inhalte zugegriffen werden kann.

Doch auch darüber hinaus ist der Vorstand für seine Mitglieder da. „In unseren Geschäftsträumen haben wir jeden Donnerstag von 12 bis 14 Uhr eine Sprechstunde“, erklärt Matthias Schiedek Zu diesen Zeiten können einfache Hilfsmittel erworben werden oder die Vorstandsmitglieder helfen bei Bestellungen aus Katalogen und im Internet oder beim Ausfüllen von Formularen. „Nach telefonischer Absprache bieten wir Beratungstermine außerhalb der Sprechzeiten, und das auch für Nichtmitglieder an“, ergänzt Astrid Malpricht vom Vorstand. „Wir besitzen in unseren Räumlichkeiten ein Bildschirmlesegerät zur Vergrößerung für Sehbehinderte und ein hochwertiges Gerät für Blinde, das eingescannte Texte vorlesen kann.“ Beide Geräte konnten über eine Stiftung bzw. als Vorführgerät erworben werden.

( Wolfgang Hesse, 02.09.2017 )

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