Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Deutscher Straßenmeister Marcus Burghardt am Start

Kürzlich hatten die Verantwortlichen der dritten Apres Tour Gera, Tour-Direktor Bernd Herrmann und Sportlicher Leiter Lucas Schädlich, zum Pressegespräch in Vorbereitung auf das Gera­er Radsporthighlight des Jahres 2017 ein­ge­la­den. Als Ehrengast wurde die Doppelolympiasiegerin und mehrfache Welt- und Europa­meiste­rin Kristina Vogel be­grüßt. „Das Event etwas kleiner, die Runde etwas kürzer, dafür aber alles etwas attraktiver“, meinte Lucas Schädlich bei der Vor­stel­lung des knapp 10-stündigen Programms am 29. Juli in Geras Innenstadt.

Das Starterfeld kann sich sehen lassen. Voran die zweifache Olym­pia­siegerin, neunfache Welt- und sechsfache Juniorenweltmeisterin Kristina Vogel, die sich auf einen Start in Gera freut. Ihr Lebensgefährte Michael Seidenbecher, einst selbst Junio­ren-Weltmeister, stammt aus Gera und hat das ABC des Rad­sports beim SSV Gera erlernt. Selbst hat die erfolgreiche Bahnradsportlerin in früheren Zeiten auch ihre Runden bei den Straßen­ren­nen „Um den Großen Preis von Debschwitz“ ge­dreht. „Die Apres Tour ist fast ein Heimrennen für mich“, sagt sie.

Keine unbekannte ist auch Miriam Welte, gemeinsam mit Kris­ti­na Vogel Olympiasiegerin im Teamsprint 2012. Kom­plet­tiert wird das Starterfeld bei den Frauen durch die jüngeren vierfachen Juniorenweltmeisterinnen Pauline Grabosch und Em­ma Hinze. Während die Stärke bei Kristina Vogel im langen Fahren auf hohem Tempo liegt, gilt Schnel­lig­keit auf den ersten Metern für Miriam Welte, die sie ja auch als Anfahrerin ein­brin­gen muss.

Doch nicht nur bei den Damen ist Hochspannung angesagt. Enger könnte es bei den Männern zu gehen, wo René Enders und Robert Förstemann aufeinander treffen. Ihre ersten Run­den drehten sie für den SSV Gera. In den vergangenen Jah­ren im Teamsprint mal miteinander, mal gegeneinander, sehen sie beide ihre Stärken als Anfahrer. „Es wird äußerst eng. Nagelt mich da nicht fest“, so Kristina Vogel auf die Frage, wer wohl das Sprintturnier auf der 220 Meter langen leicht an­stei­gen­den Geraden auf der De-Smit-Straße gewinnen wird.

Das zweite Mal in Gera ist der Niederländer Roy van den Berg, Vizeeuropameister im Sprint 2016. Mit Joachim Eilers geht ein richtiger „Kölsche Junge“ an den Start. Spezialdisziplinen für den mehrfachen Welt- und Europameister sind die 1000 Meter und der Keirinsprint.

Auch wenn die ganz Großen der Tour de France diesmal feh­len, kann sich das Starterfeld bei den Profis durchaus sehen lassen. Allein schon, wenn der amtierende Deutsche Straßenmeister Marcus Burghardt vom Team Bora-hansgrohe los legt. Ihm folgen weitere Spitzenfahrer wie Robert Wagner (Lotto NL - Jumbo), Jasha Sütterlin (Movistar), Henning Bommel (RK Endspurt Cottbus) wie auch Eric Baumann (Team Ur-Krostitzer Biehler), der für die Geraer Fans kein unbekannter ist.

Auf dem Programm der Profis stehen die Disziplinen Ausscheidungsfahren, Longest Lap und Temporunden. „Kann gut sein, dass wir die Longest Lap als erste überhaupt auf die Straße brin­gen. Der Wettbewerb kommt von der Bahn, von den Six­days“, erläutert Bernd Herrmann. „In der längsten Runde fahren die Renner etwa 200 Meter vor der Start-/Ziellinie los, dürfen bis zur Freigabe des Rennens die Startlinie nicht überfahren und sich weder irgendwo festhalten noch mit dem Fuß den Boden berühren. Nach zwei bis vier Minuten erfolgt der scharfe Start“, ergänzt Lucas Schädlich, der davon ausgeht, dass es ein Gerangel um die besten Plätze und Stehversuche geben wird.

Die ersten Radrennen werden bereits ab 9.30 Uhr gestartet. Hier erhält der Nachwuchs Gelegenheit, sein Können unter Be­weis zu stellen. Eine Herausforderung vor allem für die Aktiven vom SSV Gera. So hofft Jugendfahrer Moritz Adam auf eine Top-Platzierung und liebäugelt mit dem Sprung auf das Trepp­chen. Ebenso wird sich Lara Röhricht voll ins Zeug legen, auch wenn sie mehr die Berge im Streckenverlauf liebt. „Gerade bei einem so hochkarätigen Radsport-Event, wie es die Apres Tour Gera ist, wollen wir dem Nachwuchs eine Chance geben. Für uns ein absolutes Muss, bringen wir doch an diesem Tag die Profis von Morgen an den Start“, freut sich Lucas Schädlich und verspricht sechs spannende Nachwuchsren­nen von den Anfängern bis zur Jugend U17.

( Reinhard Schulze, 22.07.2017 )

zurück