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Erste Station auf der „Straße der Musik“ in Gera

Nun gibt es in Gera auch einen Ort an der „Straße der Musik”. Der gleichnamige Verein aus Halle hat das Goethe-Gymnasium/ Rutheneum seit 1608 damit geehrt. Aus den Händen von Vereinsvorsitzenden Daniel Schad erhielt Rainer Müller, Leiter der Musikspezialklassen am Gymnasium, die Plakette. Sie ist ein Hinweis auf musikalisch bedeutsame Orte mit vielfältiger Geschichte. Gera ist mit 22 historischen Komponisten verbunden, hat der Verein herausgefunden. Einer davon ist Gottfried Heinrich Stölzel (1690-1749). Er lernte und lehrte am Rutheneum in Gera. Diese Plakette erinnert jedoch nicht nur an die historische Bedeutung dieses Ortes, sondern gibt auch einen Hinweis darauf, dass hier die musikalischen Traditionen weitergeführt werden. Das Goethe-Gymnasium bildet nun die 29. Station in Mitteldeutschland auf der Straße der Musik. Der Konzertchor am Rutheneum unter Leitung von Christian K. Frank bedankte sich zur Feier des Tages in der Geraer Salvatorkirche mit der Misa de Conmemoración von Emilio Coello Cabrena für Chor und Orgel. Die solistischen Teile der Messe übernahmen Sängerinnen und Sänger des Chores.

Der Verein „Straße der Musik“ existiert seit 2009. Durch ihn wurde das Musikfest „Un-erhörtes Mitteldeutschland“ initiiert, das in diesem Jahr bereits zum siebenten Mal stattfindet. Der Verein hat sich die Förderung, Erweiterung, Verbreitung und Wahrung der Musikpflege in Mitteldeutschland (Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) verbunden mit allgemeiner musikalischer Bildung zum Ziel gesetzt. Das Musikfest findet jährlich mit 14 Konzerten im Juni/Juli an musikhistorisch bedeutsamen Orten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen statt. An diesen Orten erklingt Un-Erhörtes, selten gespielte Werke und Musik von Komponisten, die weithin unbekannt sind. „Die Straße der Musik soll länderübergreifend in Mitteldeutschland wirken und Identität schaffen“, erklärt Daniel Schad. Mittelfristig könne so eine neue Kulturtourismusroute in Mitteldeutschland entstehen.

Wie bereits im Vorjahr stimmte auch 2017 ein Konzert des Musikfestes „Un-erhörtes Mitteldeutschland“ das Geraer Publikum auf die Fête de la Musique ein. Prof. Dr. Lothar Hoffmann bedankte sich bei dieser Gelegenheit bei den wichtigsten Sponsoren, ohne die diese Veranstaltung in Gera nicht denkbar wäre. Anschießend erklang „Un-erhörte“ Harfenmusik. Vier junge Harfenistinnen, Esperanza Ehrle, Alexandra Guiraud, Neam Tarek und Christiane Werner, verzauberten solistisch mit ihren zarten Instrumenten. Weithin unbekannte Werke von Händel. Dusík, Spohr und Alvars waren in der Geraer Salvatorkirche zu hören.

( Wolfgang Hesse, 01.07.2017 )

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