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Leben und andere Kleinigkeiten

Mit Christian Kjellvander und Tom Schilling & The jazz Kids befinden sich die 10. Geraer Songtage schon wieder auf der Zielgeraden. Auch wenn zwischen beiden Konzerthighlights noch der berühmt-berüchtigte Poetry-Slam herrscht, können nur aktuelle Karteninhaber dieses Erlebnis genießen, denn noch vor Start der diesjährigen Auflage war der Poetry-Slam am 1. Mai in der Bühne am Park ausverkauft.

Egal, denn noch gibt es Chancen für Christian Kjellvander am Donnerstag, 27. April, 19.30 Uhr, in der St. Trinitatis Kirche. Seine Songs werden ewig leben, denn ja, es geht um Liebe, Leben und Tod. Minor Majority, Holmes oder The Grand Opening sind nachbarschaftlich und klanglich nahe. Ja, das ist nicht überraschend. Aber so wärmend, spannend und eigensinnig, so selbstverständlich und plausibel, so schön darf klassische Schweden-Americana sein. Soll sie sogar. Christian Kjellvanders neue Songs machen uns wieder einmal bewusst, wie wichtig es ist, das Leben wirklich zu leben. Als diese Songs entstanden sind, hatte Christian Kjellvander einen Teilzeitjob auf einem Friedhof angenommen. Er wollte sich ganz bewusst eine möglichst handfeste Arbeit suchen, um sie in seine Songs einfließen zu lassen. Er wollte etwas schaffen, das genau so klang wie diese Wirklichkeit. Gleichzeitig ist es dieser Mikrokosmos der Welt, in der wir leben, im Angesicht des Lebens und des Todes. Dabei wird die Schönheit der Trauer bewusst, die ein solch wichtiger Bestandteil des Lebens ist. Wenn wir uns von anderen Menschen abkapseln, nehmen wir uns den Anlass zu trauern. Ohne Liebe gibt es auch keine Trauer. Das ist die Botschaft seiner Songs.

Tom Schilling & The Jazz Kids runden die diesjährigen Songtage am Freitag, 5. Mai, 20 Uhr, in der „1880 Alte Brauerei” ab. Mit dem Film „Oh Boy“ ist Tom Schilling bekannt geworden und nun nach einigen Auftritten ist es nicht mehr länger ein gut gehütetes Geheimnis, dass der Berliner Schauspieler tatsächlich schon seit vielen Jahren seine eigenen Lieder komponiert und schreibt. Doch es bedurfte erst der Bekanntschaft mit den „Jazz Kids“, um mit eben diesen Liedern ans Licht der Öffentlichkeit zutreten. Weder spielen sie Jazz, noch sind sie Kids, sondern eher sehr kompetente Musiker und ein multitalentierter Schauspieler, der klassische Moritaten und Lieder vom Abgrund, aber auch die Tradition des Deutschen Chanson wieder aufleben lässt.

www.songtage-gera.de

( Fanny Zölsmann, 22.04.2017 )

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