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Über die zwei Jungs im Sockenladen

Im ehemaligen Sockenladen im Gebäude der Sparkasse ist wieder Leben eingezogen. Weder Socken, Unterwäsche noch Hemden gibt es hier, wobei in jeweils zweifacher Ausführung dann doch schon. Denn hier haben Ende des Jahres zwei Jungs ihr Quartier aufgeschlagen. Natürlich kein Nachtasyl und auch kein Bed and Breakfast, nein hier in der Dr.-Eckner-Straße, zwischen KuK und Sparkasse, funkt es gewaltig. Denn hier wird Radio gemacht und nicht irgendeines.

Das Vogtlandradio hat hier für die Region Ostthüringen ein neues Zuhause gefunden. „Im Februar 2016 hatten wir uns für die frei gewordenen Frequenzen bei der Thüringer Landesmedienanstalt beworben und September den Zuschlag für selbige erhalten”, erklärt Frank Heiroth den Werdegang. Er ist seit Juni 2016 mit von der Partie, anfangs noch im Mutterhaus Plauen, sitzt er seit Ende des Jahres hier in Gera.

Frank Heiroth zeichnet für Marketing und Werbung verantwortlich. Er kennt Gera fast wie seine Westentasche, war er doch von 1973 bis 78 und dann nach dem Studium von 1987 bis 1996 hier in der ostthüringen Metropole zu Hause. Für ihn hat sich Gera gefühlsmäßig nur kaum positiv entwickelt. „In Gera schlummert so viel Potential, welches einfach nicht entdeckt werden will, kann oder soll. Für das Marketing der Stadt braucht es einen richtig guten und großen Sport. Fußball spielte auch schon in der DDR kaum eine Rolle, Boxen war mal richtig groß aber heute leider nicht mehr und im Radsport gibt es einzelne Aktive. Aber ein Olaf Ludwig kann auch keine Stadt retten”, schätzt er die Lage ein. Kulturell hat Gera viel zu bieten, es braucht allerdings die vielen privaten Initiativen, um das Leben am Puls zu halten. „Otto Dix und die viel diskutierte Ausstellungsplattform sollte Gera im Auge behalten”, ist seine Meinung. Heute wohnt Frank Heiroth unweit von Gera und ist froh wieder für Gera und mit Gera arbeiten und wirken zu können.

Uwe Kelm ist der Momenteeinfänger. Ursprünglich vor gut vier Jahren als Moderator in Plauen gestartet, katapultierten ihn die freien Lizenzen als Redakteur nach Gera. Er nennt Rudolstadt-Saalfeld seine private und Gera seine berufliche Heimat. Denn bereits seit 1998 ist er hier auf Geras Straßen unterwegs, wobei vielmehr in Geras Diskotheken als Musikmacher anzutreffen. „Radio ist für mich ein traumhaftes Medium, weil es schnell und überall verfügbar ist. Gutes Radio macht einfach Spaß und bestenfalls bekommt man seine Nachrichten aus der Nachbarschaft”, so Kelm.

Die Herausforderung Radio heißt, in maximal zweineinhalb Minuten Länge alles das zu packen, dass es für den Hörer verständlich, ansprechend, informativ und unterhaltsam ist und bleibt. Uwe Kelm schätzt am Geraer, dass sie geradlinig und aufgeschlossen sind. „Ich finde, es gibt ein ausgewogenes Verhältnis von Jung und Alt, außerdem mag ich Straßenbahn fahren”, schmunzelt er.

Beide sind sich einig, dass abwechslungsreiche Programminhalte, eine gute Mischung Musik mit eine gute Portion Werbung Radio hörbar und erlebbar macht.

Das Vogtlandradio können die Geraer auf 104,5 hören.

( Fanny Zölsmann, 15.04.2017 )

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