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Kanusport beim TSV in Zwötzen

Top Wetter. Der April meinte es gut mit den Kanuten vom TSV 1880 Gera-Zwötzen, die den 3. Lauf zur Thüringer Landesmeisterschaft im Kanuslalom am vergangenen Sonntag ausrichteten. Nicht dass sie wasserscheu sind, den letztlich brauchen sie zumindest immer ein Handbreit Wasser unterm Kiel. Aber Wasser von oben, das muss ja nicht auch noch sein. Das schien sich ja auch erledigt zu haben, denn das Gewitter gab es ja am Samstagabend.

Also alles paletti. Die Vorbereitungen liefen optimal, auch die Messtechnik hatte man nach anfänglich kleinen Problemen im Griff, so dass es nun an den Aktiven lag, wie schnell sie, möglichst fehlerfrei, im Ziel ankämen.

Jana Diebler ist eine von den Aktiven im TSV die es nicht lassen kann. Eigentlich zeichnet sie verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit, dennoch zieht es sie immer wieder mit dem Kanu ins Wasser. Inzwischen startet sie in der Altersklasse Ü50. „Da hat man es nicht mehr so mit dem unbedingten Erfolg. Dass ist mehr etwas für die jungen dynamischeren Sportlerinnen und Sportler“, gesteht sie. Ihre beiden Läufe hatten sie gerade beendet, die Sportkleidung abgelegt, etwas Ziviles übergezogen, um sich dann im Zielbereich nützlich zu machen.

Doch so ein wenig Ehrgeiz hat sie dann doch, wenn sie sich mit ihrer Mitstreiterin Martina Rubhausen aus Köln misst, die diesmal etwas schneller war. „Abwarten, beim nächsten Mal bin ich vielleicht wieder vorn. Zwischen uns ist es eher ein nehmen und geben“, erzählt sie und meint, am wichtigsten daran ist, dass wir beide unseren Spaß haben. Ehrgeiziger ist da schon der Nachwuchs. Wenn man so am Ufer der Weißen Elster steht und den Aktiven zu- schaut, dann spürt man förmlich das Kribbeln bei den Zuschauern. Vor allem dann, wenn der TSV seine heißen Eisen aufs Wasser schickt, drunter die Geschwister Lucie und Neele Krech sowie Yannick Reichenbach.

Mit großartigen Leistungen warteten die Krech-Geschwister bei den ersten beiden Läufen zur Thüringer Landesmeisterschaft in Erfurt und Weimar auf. Besser konnte die Ausgangsposition vor dem Heimstart nicht sein. So gewannen Luci und Neele Krech auch in heimatlichen Gefilden souverän ihre Wettkämpfe.

Yannick Reichenbach siegte bei der Jugend, am Vortag in Jena, bei den Mitteldeutschen Meisterschaften. Auf seiner Heimstrecke in Gera paddelte er weiter auf Erfolgskurs. Der Zehntklässler aus dem Karl-Theodor-Liebe-Gymnasium hat sich, unterstützt von seinem Trainer, Manfred Richter, so einiges für die laufende Saison vorgenommen. Unter anderem will er sich über die Ostdeutschen Meisterschaften für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren und sich im bundesweiten Nachwuchs-Cup gut platzieren.

So optimal die Bedingungen für den dritten Lauf zur Thüringer Landesmeisterschaft organisiert waren, so optimal läuft es in der Abteilung Kanu des TSV längst noch nicht. Die Nachwirkungen des Hochwassers vom Juni 2013 sind immer noch zu spüren. So sei das Bootshaus immer noch nicht im vollen Umfang nutzbar, die Boote werden weiterhin im Container gelagert. Der Kraftraum ist zwar eingerichtet, muss aber noch abgenommen werden. Die professionelle Einrichtung unserer Vereinsstätte lässt noch auf sich warten und wird wohl erst erfolgen, nach Freigabe des gesamten Geländes, erklärt Jana Diebler.

Positive Impulse für ihren Sport erhoffen sich die Kanuten im Zusammenhang mit der Realisierung der Hochwasserschutzmaßnahmen entlang der Weißen Elster im Bereich der TSV-Sportanlage.

Etwa zwanzig Helfer bilden den sogenannten harten Kern bei der Organisation eines solchen Wettkampfes, dazu noch weitere Helfer und Unterstützer, wenn es beispielsweise um das Kuchen backen geht. Die Abteilung selbst zählt an die 70 Mitglieder, wobei die Gruppe derjenigen, die den Kanusport leistungsmäßig betreiben, eher etwas geringer ausfällt. Mehr geben sich die Mitglieder dem Freizeitsport hin und dafür bietet die Sportart ausreichend Anreize. „Für die einen ist es der Slalom, für die anderen sind es die Kanuwanderungen und wieder andere suchen nach dem Adrenalinkick beim Wildwasser Fahren“, erzählt Jana Diebler, die sich über jeden freut, der den Weg zum Kanusport im TSV findet.

Gern gesehen ist natürlich der Nachwuchs. Wer einmal in den Kanusport hineinschnuppern will, der hat dazu Gelegenheit jeweils mittwochs und freitags ab 16.30 Uhr. Treffpunkt: Sportplatz des TSV 1880 Gera-Zwötzen, Liebschwitzer Straße 116.

( Reinhard Schulze, 08.04.2017 )

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