Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Tiefsinnig, emotional, einfach gut

Richtig gute Musik höre ich nur selten im Radio. Klar, die Musik aus der Konserve ist tanzbar, unterhaltsam und eingängig – Mainstream eben. Aber richtig gute handgemachte Musik, die höre ich eher aus Garagen der Nachbarschaft, versteckten Proberäumen und kleinen Clubs. Richtig gute Musik lässt sich finden und hat etwas zu sagen.

The Great Cascade ist eine davon. Vier Jungs, alle nicht älter als 24, machen seit zweieinhalb Jahren gemeinsam Musik. Sie alle kommen aus Gera, seit ihrem Abitur in alle Himmelsrichtungen verstreut, der Heimat jedoch treu und der Musik ergeben.

Ich traf Lukas Komann. Er ist Bassist und Frontsänger. Ihre Songs entstammen größtenteils seiner Feder, „wobei wir immer mehr versuchen, die Texte gemeinsam zu schreiben. Das Arrangieren der Instrumente ist stets unser aller Werk.” Bereits mit zehn Jahren fanden sich seine Gedanken auf Papier wieder und fingen an sich zu Tönen, Akkorden und Stimmen zu bewegen. Zur gleichen Zeit begann er auch an den Gitarrensaiten zu zupfen. Die Lieder sind auf Englisch. „Es fällt mir leichter, meine Gedanken in dieser Sprache wiederzugeben. Zu holprig ist meine poetisch-geschriebene Ausdrucksweise in meiner Muttersprache”, gesteht Lukas Komann.

Zu Lukas gesellen sich Benjamin Berrang, Jonathan Hammer und Florian Rauh. Sie kennen sich schon eine halbe Ewigkeit. Bevor sie sich 2014 musikalisch zusammenfanden, spielten Jonathan und Lukas bereits seit zehn Jahren gemeinsam in verschiedenen Bands. „Am Anfang drehten sich unsere Gedanken noch um die Naturwissenschaften. Mit der Zeit nahmen die Emotionen immer mehr Raum ein. Die Liebe ist facettenreich. Viele Dinge lassen sich mit ihr sagen: Betrug, Sehnsucht, unerfüllte Momente, Verletzungen, Freundschaft, Hoffnung, Glück.”

Bewusst hatte ich mir ihre Musik im Vorfeld nicht angehört, um erst einmal den Menschen, unbeeindruckt von seinem Können, kennenzulernen. Zu Hause angekommen, klickte ich mich auf amazon.de durch. „Shelter” (zu Deutsch: „Schutz”) heißt ihr kürzlich erschienes erstes Album und ist bereits online als MP3 verfügbar.

Überraschend sanft die Instrumente, überwältigend ehrlich die Songs, ergreifend klar die Stimmen – The Great Cascade macht ihrem Namen alle Ehre. Denn ähnlich, wie bei einer großen rauschenden Kaskade, ziehen die Klänge in ihren Bann, lassen träumen, Gedanken schweben und die Zeit unendlich werden.

Mit einem Satz: Alternative, folkige, popige Wellen treffen auf emotionalen Tiefgang.

Wer nun neugierig geworden ist, der sollte auf amazon.de reinhören. Hier gibt es auch das Album als Download. Wer es lieber klassisch-nostalgisch mag: Natürlich haben die Jungs ihre Musik auch auf eine silberne Scheibe gepresst.

Wer The Great Cascade gern live erleben möchte, der sollte sich folgende Termine notieren.

26. Mai, Bandcontest, Alte Papierfabrik, Greiz

9. Juni, Weinfest in Untermhaus

17. Juni, Evangelisches Jugendhaus Shalom, zur 25 Jahr-Feier des Hauses

Übrigens sind die Jungs auch auf facebook.de zu finden.

( Fanny Zölsmann, 01.04.2017 )

zurück