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Jedes Kind ist anders, jedes ein Mosaik

Jedes Kind ist anders, entwickelt sich anders und spricht anders. Kind für Kind setzt sich das Mosaik „Gesellschaft” zusammen. „Das war auch der Grund des Namens, dem wir der Einrichtung bereits 1994 verliehen haben”, erklärt Martina Pfeiffer, Leiterin der Kita „Mosaik” in Bieblach-Ost.

In diesem Monat jährt sich das Gründungsdatum der Kindertagesstätte zum 30. Mal. Fast genauso lange, eigentlich nur 14 Tage weniger, ist Martina Pfeiffer an selbiger tätig. Angefangen als Krippenerzieherin – damals gab es noch Krippe und Kindergarten – übernahm sie zwischenzeitlich die stellvertretende Leitung der Krippe, bis beide Einrichtungen fusionierten und sie bis Juni 2013 wieder ganz in den Gruppenbereich wechselte. Seitdem hat sie die Leitung der Kita inne, betreut und organisert gemeinsam mit 20 Erziehern den Tagesablauf von derzeit 106 Kindern, davon 19 integrativ. 2002 hat sich die Kita in Trägerschaft der AWO auf den Weg zu einer integrativen Einrichtung gemacht. „Damals gab es nur die Lebenshilfe und den ASB, die für das gesamte Stadtgebiet drei integrative Einrichtungen vorhielten. Es war der Bedarf da”, erklärt sie die damalige Entscheidung.

2011 folgte die Genehmigung vom Ministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend für das Projekt „Sprache und Integration”. „Seit Januar sind wir zudem Sprach-Kita”, zeigt sich die Leiterin erfreut. Sprach-Kitas legen besonderen Wert auf sprachliche Bildung im Alltag. Im Mosaik arbeitet Erzieherin und Sprachfachkraft Ilona Püschel. Sie leitet das Team und bindet die Förderung in den Alltag ein. Sie beobachtet Kinder und führt Elterngespräche. Ursprünglich war das Konzept „Sprache und Integration” für Kinder unter drei Jahren mit Muttersprache Deutsch angelegt. Mit den Jahren und dem Zuzug von Kindern anderer Muttersprachen, änderte sich der Ausgangspunkt der Sprachförderung. „Am Ende ist es gleich. Wir sind eine integrative Kita in der zwölf Nationen den Alltag gemeinsam verbringen. Sie alle lernen und profitieren von diesem Projekt – egal welchen Alters, Herkunft oder Bildungsstandes”, betont Martina Pfeiffer. Nicht nur die besondere Sprachförderung zeichnet diese Einrichtung aus. Jeden Mittwoch ist Tag der offenen Räume, das heißt, die Kinder können die Angebote der Nebenräume nutzen. Und davon gibt es viele in der Heidecksburgstraße 8: Ein Töpferraum mit eigenem Brennofen, Turnraum, Rhytmikraum, Werkraum, Dschungelzimmer, Kinderküche und ein schwarzes Theater. Dies klingt besonders interessant, denn hier sind alle Lichter aus und nur das Schwarzlicht bringt Sachen zum Vorschein. „Gerade Kinder, deren Motorik eingeschränkt oder noch nicht so gut ausgebildet ist, fühlen sich hier besonders wohl. Denn hier schwirren auch einfach mal Dinge durch den dunklen Raum, weiße Hände blitzen auf oder es werden Zähne gezeigt.”

Von all diesen Angeboten, den Räumlichkeiten, dem Team und den Kindern können sich Interessierte am kommenden Mittwoch, 15. März, zum Tag der offenen Tür selbst ein Auge voll holen. Wer bereits vormittags Zeit hat, der kann das Zeitfenster zwischen 8 und 10.30 Uhr oder dann am Nachmittag von 15 bis 17 Uhr, nutzen.

Übrigens die Kita bietet noch Platz. Insgesamt können hier 125 Kinder betreut werden und vielleicht künftig sogar noch mehr.

Doch das ist nicht das einzige Ziel von Martina Pfeiffer. „Traumhaft wäre es, wenn wir in das Early-Excellence-Konzept einsteigen könnten”.

Bei diesem Konzept stehen folgende Fragen im Mittelpunkt: Wie kann eine hohe Qualität der Bildung, Erziehung und Betreuung in Kindertagesstätten, Ganztagsbetreuungen und in anderen pädagogischen Einrichtungen gewährleistet werden? Wie können Eltern einbezogen werden in die Bildungsprozesse ihrer Kinder? Welchen Beitrag kann eine pädagogische Einrichtung wie z.B. eine Kindertagesstätte für den Aufbau einer familienfreundlichen Infrastruktur im Sozialraum leisten?

Im Mittelpunkt des pädagogischen Handelns stehen die kindlichen Bildungsprozesse als individuelle Leistung des Kindes. Diese gilt es zu erkennen und das Kind individuell und in der Gemeinschaft mit anderen Kindern und Erwachsenen auf hohem Niveau zu fördern. Eltern und Erzieher gehen dabei eine neue Bildungs- und Erziehungspartnerschaft ein, in der die Eltern gleichberechtigt mitarbeiten. Verknüpft wird dies mit Bildungs- und Beratungsangeboten. „Dies ist natürlich ein langer Prozess, den wir aber Schritt für Schritt – eben wie ein Mosaik – gehen und erreichen wollen.“

( Fanny Zölsmann, 11.03.2017 )

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