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Bestätigt – Informiert – Gerechnet

So einiges stand auf der Tagesordnung des jüngsten Jugendhilfeausschusses der Stadt. Als erstes jedoch wurde die Öffentlichkeit des Raumes verwiesen, weil es im nichtöffentlichen, also geheimen, Rahmen darum ging, das Thema Sozialmonitoring zu erörtern. Sei es drum. Weiter ging es im öffentlichen Teil mit dem Haushaltsplan samt Haushaltssicherungskonzept, der beschlossen wurde. Im Rahmen des Personalentwicklungskonzeptes schnappte Andreas Kinder noch einmal die Frage auf, ob der Fachbereich Kinder- und Jugendhilfe unter Birgit Klemm auskömmlich versorgt sei. Es sei eine schwierige Situation, laut Fachdienstleiterin Klemm, da man nicht allen Aufgaben gerecht nachkommen könne. „Laut Plan haben wir 81,62 Stellen, von denen 9,45 nicht besetzt sind. Zudem laufen in diesem Jahr die ersten befristeten Stellen aus und wir sehen uns neben unseren alltäglichen Aufgaben wieder mit Ausschreibungen, Lücken und Einarbeitungszeiten konfrontiert. Ganz zu Schweigen von der Schaffung neuer Stellen, die im Rahmen der Änderungen des Unterhaltsvorschussgesetzes, auf uns zu kommen werden”, zieht Birgit Klemm knapp Bilanz. Jugendhilfeausschussmitglied Silvia Krause stellte den Antrag auf Prüfung einer Entfristung besagter unbefristeter Stellen, wobei dies, laut Sozialdezernentin Sandra Schöneich haushalterisch zu prüfen sei. Es folgt eine Anfrage im kommenden Haushalts- und Finanzausschuss am Montag.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Bedarfsplanung Kindertagesbetreuung, hier: Realiserungswettbewerb zum Neubau oder Erweiterung einer Kita im Bezirk Mitte. Nun endlich folgte die Zustimmung für den Interessent G26, sein vorhandenes Gebäude in der Gagarinstraße 26, für mindestens 38 und maximal 50 Kinder, herzurichten und als zusätzlicher Träger einer Kita der Elternschaft in Gera zur Verfügung zu stehen.

Schlussendlich folgte das Ergebnis zum Prüfauftrag zur Schaffung von Betreuungsplätzen im Bereich der Kita in kommunaler Trägerschaft – initiiert durch Michael Richter, Vorsitzender des Stadtelternbeirates. Also die Anfrage, ob es der Stadt möglich sei, gemeinsam mit dem städtischen Unternehmen Heimbetriebsgesellschaft eine Kita vorzuhalten. Ausgangspunkt ist noch immer die Tatsache, dass es der Stadt an Kita-Plätzen mangele, wobei dies Birgit Klemm im Jugendhilfeausschuss dementierte: „Wir können dem Rechtsanspruch gerecht werden, alle Eltern in ihrer Wohnsitzgemeinde im Durchschnitt von zwölf Monaten mit einem Kita-Platz zu versorgen und selbst in Monaten mit Engpässen haben wir bisher immer Lösungen gefunen. Wir haben in zwei Spitzengebieten Mangel, doch auf das gesamte Statdgebiet geblickt, nicht”, betont Klemm, wobei sie auch bemerkt, dass man für einen eventuellen künftigen Ansturm nicht gewappnet sei.

Fakt ist aber, dass die Stadt heute und auch künftig keine eigene Kita vorhalten kann und wird. „Rund 9.700 Euro pro Platz würde ein Neubau kosten. Bei 120 Plätzen fallen damit rund 1 bis 1,2 Millionen Euro Investitionsbedarf allein für den Bau an, nicht kalkuliert sind Gründstück und Ausstattung. Selbst wenn wir von Null Euro für ein Grundstück ausgehen, da die Stadt Eigentümer selbiges wäre, würden im Jahr rund eine Million Euro an Personal- und Sachkosten anfallen. In einer haushaltskonsolidierenden Kommune, wie Gera, nicht machbar”, rechnet Birgit Klemm vor. Wobei die Stimmen der Experten im Ausschuss laut wurden, dass die Investitonssumme wohl eher bei drei Millionen Euro liegen würde. „Wenn wir könnten, würden wir sehr gern eine Kita betreiben. Dies würde unser Portfolio abrunden. Doch sind wir in diesem Jahr mit anderen Investitionen belastet, die wir zur Erhaltung der Betriebserlaubnis eingehen müssen”, so Geschäftsführer der Heimbetriebsgesellschaft, Andreas Nordmann. Im Einzelnen geht es um den Abriss und Neubau eines Hauses im Kinderheim Ernsee. 

( Fanny Zölsmann, 11.03.2017 )

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