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Reform – Zeit für Veränderungen

Kaum einer kennt sie nicht, die Gästeführer im Kostüm, die so manch Wissenswertes über und rund um Gera und ihre Persönlichkeiten zu berichten wissen. Als Mitglied im Bundesverband der Gästeführer Deutschlands (BVGD) lädt der Verein „Gästeführer Region Gera e.V.“ alljährlich zum Weltgästeführertag ein, der in diesem Jahr mit „Reform – Zeit für Veränderungen“ überschreiben ist.
Im Jahr des Reformationsjubiläums möchten die Gästeführer auf die Veränderungen, die die Ideen der Reformation im Geraer Umfeld ausgelöst haben, aufmerksam machen, betont Karin Schumann. „An keinem Ort in Deutschland ist diese Zeit spurlos vorübergegangen.“ Umbrüche gab es aber auch in anderen Bereichen, wie etwa in Kunst und Architektur oder im Schulwesen. Drei spezielle Führungen werden zu diesem Themenkomplex angeboten. Was geschah, „Als das Reußenland evangelisch wurde“ wissen die Gästeführer Uwe Lehmann und Sabine Rentzsch ganz genau. Die drei evangelischen Stadtkirchen St. Johannis, St. Trinitatis und St. Salvator sind Zeichen der Reformation und liegen natürlich auf dieser Route. Das Mahnmal der Synagoge und der Johannisplatz, Ort der ersten Geraer Stadtkirche sind ebenfalls Teil dieser Führung. Luther und das Schulwesen beleuchten Karin Schumann und Lothar Bayer. Was der Reformator mit dem Satz „… die Untertanen notfalls auch durch Zwang dazu zu bringen, ihre Kinder in die gelehrte Schule zu schicken“ sagen wollte, wird den Teilnehmern hoffentlich nach dieser Führung klar sein. Sie beginnt auf dem Johannisplatz vor dem im Jahre 1608 von Heinrich Posthumus gestifteten Rutheneum und zeigt den langen und steinigen Weg des Schulwesens in Gera bis hin zum heutigen Schulbauprojekt „Campus Rutheneum“. „Bauhaus – Reform in der Architektur“ gibt Einblicke in bahnbrechende Umbrüche in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts. Monika Dölitscher und Edda Kühn führen die Gäste von der Heinrichsbrücke, entlang der Vollersdorfer Straße bis zum Haus Schulenburg und erklären die Veränderungen und Neuerungen im Baustil.
Wer Nachtwächter, Gersche Fettgusche, Hedwig, die jüngste Dix-Schwester, Bierbrauer, Marktfrau oder Nicolaus de Smit kennt, weiß, dass die „Gerschen Originale“ ihre Führungen immer mit witzigen Anekdoten und kleinen Begebenheiten am Rande bereichern. „Auf diese kleinen Zugaben können sich auch die Gäste am Weltgästeführertag freuen“, weiß Karin Schumann. „Wie in den Vorjahren kommen die Spenden, die während der Führungen gesammelt werden, den kulturellen Einrichtungen in unserer Stadt zu Gute.“
 
Touren
10 bis 11.30 Uhr: „Als das Reußenland evangelisch wurde“, Treffpunkt: Johanniskirche
13 bis 14 Uhr: „Zur Schule auch durch Zwang – Luthers Meinung zur Bildung“, Treffpunkt: Johannisplatz
14.30 bis 16 Uhr: „Bauhaus – Reform in der Architektur“, Treffpunkt: Heinrichsbrücke

( Wolfgang Hesse, 11.02.2017 )

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