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Stolz auf unsere Meister

„Dieser Tag gehört Euch. Die Zukunft übrigens auch.” Unter diesem Leitgedanken stand die diesjährige Meisterfeier der Ostthüringer Handwerkskammer. Das bildet alljährlich den Höhepunkt der vielgestaltigen Aktivitäten der Interessenvertreterin des einheimischen Handwerks. Der zitierte Spruch stammt aus dem Vokabular der mittlerweile schon seit über sieben Jahren erfolgreich laufenden bundesweiten Imagekampagne, mit der die überragende Bedeutung der „Wirtschaftsmacht von nebenan” mit seinen über 100 Dienstleistungsberufen unters Volk gebracht werden soll. Die Schlüsselfigur gewerblichen Tuns ist dabei der Meister. Auf der Festveranstaltung zu Ehren des Meisters konnte Kammerpräsident Klaus Nützel rund 650 Teilnehmer und Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung begrüßen, darunter Ministerpräsidenten Bodo Ramelow, Finanzministerin Heike Taubert und Geras Baudezernentin Claudia Baumgartner.

Mit großem Beifall wurde quittiert, dass im Bereich der Handwerkskammer seit der Vorjahresfeier 115 Meister sowie zehn Betriebswirte erfolgreich ihre Prüfungen abgelegt haben. 29 der Absolventen gehören dem schönen Geschlecht an. Die Prüflinge stammen aus elf Gewerken. Zahlenmäßig an der Spitze stehen 21 künftige Kfz-Techniker, 20 Augenoptiker und jeweils 12 Dachdecker und Installateure/Heizungsbauer. Die Auszeichnung „Bester Jungmeister”, gestiftet von der Volksbank Gera-Jena-Rudolstadt, erhielt der Drucker Jens Meinhardt aus Pößneck. Die Auszeichnung als Vertreter eines Gewerkes (gestiftet IKK classic bzw. dem Versorgungswerk der Kreishandwerkerschaften/Innungen) nahmen in Empfang: Renè Arnold, Maler/Lackierer aus Apolda und Sebastian Riese, Installateur/Heizungsbauer aus Gera. Als „Bester Betriebswirt”, gestiftet vom Versorgungswerk des Ostthüringischen Handwerks, wurde Sarah Schrantz aus Hohenleuben geehrt. Der jüngste Prüfling war 21, der älteste 48 Jahr alt. Der Altersdurchschnitt der Gewerke liegt bei 31 Jahre.

Bodo Ramelow sang in seiner Festrede ein Hohelied auf den Meisterbrief. Er verglich ihn mit einem gewinnbringenden Wertpapier, das beständig ist und eine sichere berufliche Zukunft ermögliche. „125 mal Bravo den Absolventen, die durch beachtlichen Fleiß und handwerkliches Können die hohen Anforderungen der Meisterprüfung bzw. der Aufstiegsfortbildung bewältigten.” Handwerksarbeit trage das Gütesiegel Qualität. Und das habe seinen Preis. „Geiz ist geil” sei die denkbar schlechteste Lösung. Der Ministerpräsident verurteilte vehement die Angriffe aus EU-Kreisen auf unser duales Bildungssystem und den Meisterbrief. In dem Zusammenhang würdigte er die Aktivitäten der Ostthüringer Kammer, die als eine der ersten bestrebt ist, Flüchtlinge ins Berufsleben zu integrieren.

Die Sorgen der Kammer bei zwei Anliegen konnte Ramelow entkräften: Einführung eines Meisterbonus für die erfolgreiche Qualifikation und ein kostengünstiges Bus-und Bahnticket für Azubis. Das Land sorge für eine Lösung, versicherte der Redner. Ein stets zu Herzen gehendes Ereignis war auch diesmal die Ehrung der Altmeister. 66 Betagte erhielten den „Goldenen Meisterbrief” für 50-jähriges Meisterjubiläum. 24 Altmeister bekamen für ihr 60-jähriges Jubiläum die Urkunde.

( Harald Baumann, 19.11.2016 )

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