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Müssen sie bald den Hort schließen?

„Am 28. Oktober erhielten wir via Schreiben des Schuldirektors die Information, dass bald der Hort geschlossen werden müsse, wenn sich die Situation nicht ändern würde”, fasst es Heiko Reichelt, stellvertretender Schulelternsprecher der Erich-Kästner-Grundschule zusammen. Konkret heißt es im Brief: „Wenn Ihr Kind derzeit nicht zwingend in den Hort gehen muss oder früher gehen kann, sind wir Ihnen über ein entsprechendes Entgegenkommen dankbar.”

Seit diesem Schuljahr ist Heiko Reichelt stellvertretender Schulelternsprecher und schon am Abend der Wahl stand fest, der Schein trügt und das im wahrsten Sinne des Wortes. „Es fehlen tatsächlich vier Lampen entlang des Schulweges. Dies ergab unsere eigene Erfahrung am Abend und eine spätere Umfrage, dass es vor allem in den Morgenstunden der kalten Jahreszeit erschwerte Bedgingungen sind, das Schulgebäude zu erreichen”, so Reichelt. Unterstützung findet er in Kai Schulze, ebenfalls Vater, der die Wahl nur knapp verloren hat. Der eigentliche Schulelternsprecher lebt in Erfurt.

Aber wie es nun einmal so ist, sind anscheinend auch alle schlechten Dinge drei. „Nach der Wahl haben wir uns gleich mit Briefen an die entsprechenenden Stellen gewandt, um das Problem der fehlenden Lampen zu klären, bisher nur mit mäßigem Erfolg”, bilanziert Reichelt. Einen kleinen Teilerfolg konnte derweile Kai Schulze in Sachen Sachkosten für den Hort erzielen. „Nach ein paar Schreiben konnte die Schule nun ein Budget von 2.300 Euro für den Rest des Jahres verbuchen“, erzählt Schulze.

Dennoch es bleibt das wohl größte Problem noch zu klären: den Personalmangel im Früh- und Nachmittagshort. Insgesamt gibt es 240 Hortkinder und elf Erzieher, von denen vier erkrankt sind und eine sich versetzen ließ. „Es gibt ja auch die Möglichkeit, dass die Grundschüler am Nachmittag in der Kita betreut werden. Hier gibt es aber laut Kita-Gesetz eine Vorgabe, dass ein Hortner 20 Kinder betreuen darf. Für die Grundschule gibt es einen derartigen Schlüssel nicht”, stellt Schulze ernüchternd fest. Fakt ist, wenn sich die Situation nicht schleunigst ändert, muss der Hort geschlossen werden. Einen Lichtblick scheint es im direktgewählten Landtagsabgeordneten für den Wahlkreis Lusan, Dieter Haushold, nun zu geben. „Im letzten Atemzug hatten wir uns an ihn gewandt. Seitdem scheinen sich die Mühlen im Ministerium wieder zu bewegen und die Information: ‚man sei dran‘, wabert seither durch die Luft”, zeigt sich Reichelt nur kaum erleichtert.

Seit dem Schreiben vom Schuldirektor der Grundschule vom 28. Oktober scheint es zumindest eine Woche-zu-Wochelösung zu geben. „In der letzten Woche hatten wir zwei Zuweisungen von anderen Schulen, in dieser Woche nur noch eine. Wir müssen wohl abwarten, was in der kommenden Woche passiert”, so die beiden ehrenamtlich aktiven und zugleich auch beunruhigten Väter, die aber auch kontastieren, dass „wenn wir uns nicht gekümmert hätten, der Hort seit dieser Woche wohl zu wäre.” 

( Fanny Zölsmann, 12.11.2016 )

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