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Baustart in der Orangerie

Das Dröhnen des Presslufthammers erfüllt die Ausstellungsräume, Baufahrzeuge rollen vor der Orangerie an, am Durchgang zum Küchengarten steht ein Bauzaun, große Container für das Abbruchmaterial sind aufgestellt. Die Sanierung der Orangerie hat begonnen. Endlich. Das Grundwasser drückte im Juni 2013, als die Hochwasserkatastrophe Gera heimsuchte, bis wenige Millimeter unters Parkett der Orangerie. Die Schadenssumme beträgt ein Vielfaches von dem, was zunächst angenommen worden war. Am denkwürdigen 29. Februar 2016 gingen drei dicke Aktenordner mit dem geänderten Fördermittelantrag an das Land.

Jetzt werden aber nicht nur die Hochwasserschäden beseitigt, es wird auch die Klimatisierung für die Orangerie gebaut. Denn wenn einmal gebaut wird, dann gleich ordentlich. Die Herausforderung bestand darin, die Finanzierung dieser Maßnahmen zu koordinieren. Immerhin ist mit einem Gesamtaufwand von über 1,8 Millionen Euro zu rechnen. Vorausgesetzt, es stellen sich im Bauablauf keine unangenehmen Überraschungen ein, soll die Orangerie kurz vor Weihnachten 2017 wiedereröffnet werden. Die Wiedereröffnung des Otto-Dix-Hauses am Mohrenplatz in Untermhaus ist am 2. Dezember 2016, dem 125. Geburtstag des Künstlers und Geraer Ehrenbürgers, vorgesehen. Ausgewählte Werke von Otto Dix sind gegenwärtig im Stadtmuseum in einer Sonderausstellung zu sehen.

Die Klimatisierung der Orangerie ist eine seit langem bestehende Anforderung, die Werke von Otto Dix angemessen präsentieren zu können. Viele Jahre zuvor war bereits darüber geredet worden, jetzt wird gehandelt. Neben der Beseitigung der Hochwasserschäden, die zu 100 Prozent vom Land finanziert werden, stehen die Klimatisierung des Nordflügels der Orangerie, die Erneuerung der Brandmeldeanlage, der Umbau des Südflügels und des Mittelbaus mit Herstellung der Barrierefreiheit sowie die Anschaffung von Lüftungsgerät für die Ausstellungsräume im Südflügel an. Die Stadt Gera profitiert u.a. vom Förderprogramm „Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Ostdeutschland“ der Bundesregierung. Zu den im Sommer verkündeten Projekten gehört die museale Herrichtung des Nordflügels der Orangerie Gera. Dafür werden im Rahmen dieses Förderprogrammes 219.222 Euro bereitgestellt. Allein schon die Einstufung der Orangerie als nationale Kultureinrichtung in Ostdeutschland dokumentiert die Bedeutung, die ihr von der Bundesregierung beigemessen wird.

Um sich auch künftig dem kulturellen Erbe von Dix angemessen zu widmen und die Attraktivität der Geraer Dix-Sammlung national und international aufzuwerten, Gera zu einem kulturellen Gedächtnisort mit starkem biografischen Bezug zu Dix zu profilieren, soll zusätzlich zum Otto-Dix-Haus im Nordflügel der Orangerie eine Neupräsentation der Geraer Otto-Dix-Sammlung zum Spätwerk des Künstlers eingerichtet werden. Die Kunstsammlung Gera hat im Engagement um den großen Künstlersohn stets versucht, am authentischen Ort seiner Herkunft das gesamte Schaffen des Künstlers darzustellen, stieß bisher aber durch die beengten Dimensionen im Otto-Dix-Haus auf räumliche Grenzen. Deshalb soll in der nur wenige Gehminuten entfernten Orangerie eine neue Dauerausstellung „Otto Dix – Das Spätwerk: Kunst als Sinngebung des Sinnlosen. Der Künstler als Grenzgänger zwischen Ost und West, Abstraktion und Figuration 1943 bis 1969“ eingerichtet werden. Die Präsentation im Otto-Dix-Haus wird dann die Zeit des Jugend- und Frühwerkes bis zur altmeisterlichen Schaffensphase sowie eine historische Dokumentation zu Leben und Werk des Künstlers im Verhältnis zu seiner Heimatstadt umfassen.

Aufgrund der Baumaßnahmen ist der Durchgang von der Orangerie zum Küchengarten gesperrt. Die Stadtverwaltung bittet dafür um Verständnis. Darüber hinaus musste das Mitarbeiterteam der Geraer Kunstsammlung vorübergehend seine angestammten Büros im Südflügel der Orangerie verlassen. Sie sind vorübergehend im KuK Gera, Schloßstraße 1, untergebracht. Die Telefonnummern behalten ihre Gültigkeit und sind bereits umgeschaltet: ( 8384250 (Sekretariat); ( 384251 (Leiter); ( 8384252 (wissenschaftliche Mitarbeiterin). E-Mail-Adresse ist nach wie vor: kunstsammlung@gera.de. Die Postanschrift lautet: Kunstsammlung Gera, Schloßstraße 1.

( Gera (gw), 12.11.2016 )

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