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Kultur und Bildung brauchen wachen Geist

Lange vorbereitet, lange ersehnt, eigentlich schon überfällig, ehrenamtlich da zu sein, zu fördern, zu begleiten und mit zu initiieren an einer so traditionsreichen Stätte wie der am 15. Dezember 1919 gegründeten Geraer Volkshochschule, wurde am 26. Oktober der Förderverein der Volkshochschule „Aenne Biermann“ gegründet. „Die Idee zur Bildung eines Fördervereins schlummerte schon lange in uns. Ich denke, alle Schulen der Stadt haben inzwischen einen Förderverein wie auch zahlreiche andere Einrichtungen. Warum wir eigentlich nicht?“, wirft Matthias Schenk, Schulleiter der VHS, die alles entscheidende Frage auf.

In Thüringen hat der Gedanke noch nicht so Fuß gefasst. So gibt es wohl nur einen Volkshochschul-Förderverein in Suhl. „Mehr im internen Kreis wurde viel über die Gründung gesprochen. Langsam gewann die Idee Konturen, die ich aufgegriffen und in den Beirat getragen habe. Es folgten Gespräche mit Kursleitern, Dozenten und Teilnehmern. Aber auch andere möglichen Interessenten versuchten wir für diese Idee zu begeistern“, so Schenk weiter. Manchmal auch über kleine Umwege, gelang es Mitglieder zu gewinnen. So führte der Weg über Jana Huster zu ihrem Mann Mike, der für Die Linken im Thüringer Landtag sitzt, berichtet Christiane Neudert, die Vorsitzende des Fördervereins. Gedrängelt in diese Funktion hatte sie sich nicht. Gewählt wurde sie aus den Reihen der zehn Gründungsmitglieder, auch wegen ihren Erfahrungen aus ihrer langjährigen kommunalpolitischen Arbeit, darunter als Sozialdezernentin. „Ich wäre nicht Mitglied im Förderverein geworden, wenn ich nicht davon überzeugt wäre, dass der Förderverein eine gute Sache ist“, bekräftig sie ihr Engagement, auch in der Gewissheit, dass sie sich auf ihre Vorstandsmitglieder voll verlassen kann: Kornelia Kühn (stellv. Vorsitzende/Schatzmeister), Thomas Reber und Katharina Seemann (Beisitzer).

Unter dem Motto „Kultur und Bildung braucht wachen Geist“ setzt sich der Förderverein das Ziel, die Volkshochschule als kommunales Weiterbildungszentrum und damit Bestandteil der Daseinsfürsorge der Stadt, für alle Bürger in Richtung echter Chancengleichheit sowie Motivation zum lebenslangen Lernen, lebendig weiterzuentwickeln.

Zwei Projekte will Christiane Neudert besonders herausstellen. So soll sich für die Mitglieder des Keramikzirkels der langgehegte Wunsch nach einem Brennofen erfüllen. Zu den langjährigen Dozenten zählt der Geraer Künstler Hans-Jörg Waskowski, der enge Kontakte zu einer Schule für Behinderte in Indonesien pflegt. Schon häufig war er dort zu Gast und hat als Dozent seine Erfahrungen für die künstlerische Arbeit weitergegeben. Über die Hilfe des Fördervereins soll nun eine Lehrkraft nach Gera kommen, um hiesige Strukturen und Arbeitsweisen kennenzulernen und diese dann als Multiplikator zu Hause weiterzuvermitteln.

„Es geht aber auch darum”, so Matthias Schenk, „unserer Volkshochschule noch mehr ins öffentliche Bewusstsein bei den Bürgern, aber auch bei den politischen Gremien zu rücken.”

Bleibt nur noch dazu aufzurufen: „Kultur und Bildung braucht einen wachen Geist. Zum Beispiel Ihren!“ Der Förderverein freut sich über jedes neue Mitglied, das sich der Volkshochschule „Aenne Biermann“ und damit der Stadt Gera selbst, als Zentrum der Kultur und Bildung des Landes Thüringen, tief verbunden fühlt, und das den Förderverein dabei unterstützen will, dieses traditionsreiche , wichtige Kultur- und Bildungs-, Kommunikationszentrum weiter zu festigen und auszubauen – für die Bürger der Stadt Gera. Kontakt: ( 5525930.

( Reinhard Schulze, 05.11.2016 )

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