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Verantwortung für die Zukunft

Am Dienstag fand im Bildungszentrum der IHK Gera der Jahresempfang der IHK Ostthüringen statt. Nicht nur Unternehmer der Region waren vor Ort, sondern mit Wolfgang Tiefensee, Heike Taubert und Heike Werner weilten auch Landespolitiker unter den Gästen um gemeinsam über die wirtschaftliche Zukunft Thüringens zu diskutieren. Neben weiteren Gästen aus der Finanzbranche und verschiedenen Wirtschafts- und Branchenverbänden, zählten auch die Landräte Martina Schweinsburg, Michaele Sojka und Thomas Fügmann zu den Anwesenden. „Volle Auftragsbücher, gute Umsätze bei den Dienstleistern, eine stabile Binnenkonjunktur und vermehrte Anfragen aus dem Ausland zu Produkten ‚Made in Thüringen‘ tragen dazu bei, das Thüringen rein nominell und statistisch heute gut dasteht, aber dies nicht über die tatsächliche Wirtschaftskraft hinwegtäuschen darf“, mit diesen Worten eröffnet IHK-Prasident Ralf-Uwe Bauer den Abend. So wurde in den letzten 25 Jahren viel erreicht, aber um auch zukünftig gegenüber den anderen Bundesländern wettbewerbsfähig zu bleiben, ist es nötig, dass jetzt in die Zukunft investiert wird, sich weitere Unternehmen in Thüringen ansiedeln und auch die Gehaltsschere nicht weiter auseinander geht. Doch nicht nur hier sieht man bei der IHK noch großen Handlungsbedarf. Auch in der Politik muss einiges passieren. Zwar bescheinigt man der jetzigen Thüringer Regierung eine gute Arbeit in den vergangenen zwei Jahren, aber weist darauf hin, dass auch hier Korrekturen nötig sind, mehr für die Wirtschaft getan werden muss und die Weichen für die kommenden Jahre jetzt gestellt werden müssen. Die aktuelle Förderperiode läuft in drei Jahren aus und durch Brexit und viele Streitigkeiten innerhalb der EU kann es passieren, dass auch Thüringen hochgestuft wird und somit nicht mehr förderfähig ist. Daher ist eine gemeinsam ausgearbeitete Neuausrichtung wichtig. Insgesamt müssen bessere Rahmenbedingungen für alle Seiten geschaffen werden. „Dazu gehört auch eine leistungsfähige und effiziente Verwaltung im Freistaat. Die Politik wird nicht müde zu deklarieren, dass die Verwaltung als Dienstleister für alle Bürger in Stadt und Land definiert wird, die effektive und bezahlbare Strukturen schafft. Jetzt muss gezeigt werden, dass dies auch umgesetzt wird“, so Bauer dazu. In seiner Rede geht Bauer zudem auf Themen wie die Gebietsreform, das Ladenöffnungsgesetz und den Tourismus in Thüringen ein. Zwar sieht er die Gebietsreform nicht als Aufgabe der IHK, aber merkt an, dass man gegenwärtig nicht erkennen kann, dass sich die Politik neu ausrichtet und selbst eine schlanke Verwaltung, durch straffe Abläufe und Überprüfung von Standards anstrebt.

„Lebensstandard, Wirtschaftlichkeit und Zufriedenheit steigen, das ist aber für unsere Regierung kein Grund zur Selbstbeweihräucherung, sondern das Ergebnis harter Arbeit in den vergangenen Jahrzehnten. Hier haben die Menschen, Verbände, Unternehmer, Vereine und Ehrenamtlichen sehr viel geleistet. Doch es gibt noch viel zu tun, denn auch heute ist die westdeutsche Wirtschaft trotz aller Bemühungen noch immer weit voraus. Wir holen auf, aber das funktioniert nur, wenn alle dran bleiben“, so Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee. Dabei hebt er hervor, dass Ostthüringen trotz schwierigerer Situationen als im Rest von Thüringen, ein Drittel der Einnahmen des Bundeslandes erwirtschaftet. Dies zeigt wie gut die Gegend mit allen Mitwirkenden aufgestellt ist. Zudem setze man auf eine sehr gute Aus- und Weiterbildung der Menschen im Freistaat, auf erfahrene Fachkräfte, die man neben den eigenen auch nach Thüringen locken muss und natürlich auf investierende Unternehmen. 

( Lars Werner, 29.10.2016 )

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