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Das Zauberwort heißt Physik

Aller guten Dinge sind drei, sagt der Volksmund. Falsch! Aller guten Dinge sind vier. Zumindest trifft das zu auf das vierte Otto-Lummer-Kolloquium am 20. Oktober. Es verspricht interessante Informationen zu einem brisanten Gesundheitsthema. Eingeladen haben die Arbeitskreise „Schule-Wirtschaft Gera” und „Naturwissenschaftlich-Technische Bildung“ sowie der Fachdienst Wirtschaftsförderung.

Treffpunkt ist der Barocksaal im Naturkundemuseum. Willkommen sind Neugierige, ob Jung oder Alt. Aber besonders empfehlenswert ist die Veranstaltung für Schüler, Studenten und medizinisches Personal. Immerhin hat Gera zwei führende medizinische Einrichtungen: SRH Waldklinikum und Medizinische Fachhochschule. Da dürfte das Interesse groß sein, wenn ein anerkannter Wissenschaftler ans Rednerpult tritt. Prof. Dr. Jürgen Popp kommt vom Leibniz-Institut für Photonische Technologie e.V. sowie Institut für Physikalische Chemie und Abbe Center of Photonics der Uni Jena.

Der Autor überschreibt seine Darlegungen mit „Individualisierte Therapie nach präziser Diagnose“. Er ist dem bedeutsamen Thema auf der Spur, wie optische Methoden die medizinische Behandlung revolutionieren können. Wie jeder weiß, nehmen altersbedingte Krankheiten und Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs unaufhaltsam zu. Und bei schweren Infektionskrankheiten wie Sepsis ist rasche Behandlung lebenswichtig. Dazu braucht es schnellere und exaktere Diagnose-Methoden, auf Fachdeutsch: optisch basierte, spektroskopische Diagnose-Verfahren.

Die Initiatoren der Vortragsreihe, die Physiker Prof. Dr. Falk Lederer, Prof. Dr. Peter Bussemer und der Optik-Ingenieur Manfred Schubach betonten übereinstimmend: Man will mit solchen Veranstaltungen der Wissensvermittlung die Tätigkeit des seit kurzem agierenden Schülerforschungszentrums (Sitz: Liebegymnasium, Leiter: Thomas Kaiser) unterstützen. Die Kolloquien tragen den Namen von Otto Lummer. Er bekommt zunehmend gebührende Aufmerksamkeit. So haben die Professoren Peter Bussemer und Jürgen Müller die höchst lesbare Broschüre „Ein Wissenschaftler aus Gera von Weltruhm” herausgebracht.

Gera ist, wie Prof. Lederer darlegt, keine Hochburg für naturwissenschaftliche und technische Wissensvermittlung. Um den Physikunterricht in den Schulen steht es nicht gut. Es mangelt an geeigneten Lehrern. Öfters fallen Stunden aus. Nur wenige junge Leute wollen Physik studieren. Besonders nachteilig: Gera hat kein Forschungszentrum. Der Wettbewerb „Jugend forscht“ zeigt nur mäßige Ergebnisse. Doch Abhilfe ist in Sicht. Der Arbeitskreis „Schule-Wirtschaft“ wurde wiederbelebt. Der Fachdienst Wirtschaftsförderung unter Leitung von Dr. Tobias Werner erbringt zunehmend bessere Leistungen. Die Kooperation mit der Optik-Stadt Jena kommt sichtbar in Gang.

Bedeutsam dafür, um das Interesse junger Leute für Naturwissenschaft und Technik zu fördern, ist das Schülerforschungszentrum in Zusammenarbeit mit der Thüringer Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung. Präzisionsoptik Gera, stark angewiesen auf qualifizierte und engagierte Fachkräfte, will sich als Kooperationspartner einbringen, so beim Aufbau einer Experimentierstrecke „Photonik”, bei der Betreuung von Schülerprojekten (z.B. „Jugend forscht”), bei speziellen Praktika für Schüler und Freiwillige.

Es werden weitere Lummer-Kolloquien folgen.

( Harald Baumann, 15.10.2016 )

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