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„Niemand soll uns verloren gehen”

Aktuell zählt Gera 330 arbeitslose Jugendliche unter 25 Jahren. „Entscheidend für uns ist es, dass uns niemand verloren geht. Wir nehmen sie an die Hand und führen sie auf ihren Berufsweg”, erklärt Ralph Burghart, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Altenburg-Gera, das Anliegen der Agentur und speziell das des im März gegründeten Jugendhauses. Um die Arbeit in dieser Institution noch intensiver, frühzeitiger und zielgerichteter zu gestalten, wollen das Thüringer Bildungsministerium und die Arbeitsagentur die Berufsorientierung optimieren. ln einer Vereinbarung werden Festlegungen getroffen, wie künftig Schulen und die Berufsberatung der Agenturen für Arbeit zusammenarbeiten wollen, um junge Menschen beim Übergang von Schule in den Beruf zu unterstützen. Ziel der Kooperation sei es, die Jugendlichen zu ermuntern, ihre Talente zu entwickeln und ihnen hierbei die nötige Förderung zukommen zu lassen. „Eine moderne Berufsorientierung fördert die Berufswahlkompetenz der Schüler. Bei der Vielfalt der Angebote kommt es darauf an, dass junge Menschen wissen, welche Wege in die berufliche Zukunft ihnen offen stehen und dass sie einschatzen können, welcher zu ihnen passt“, sagt Thüringens Bildungsstaatssekretärin Gabi Ohler.

Kay Senius, in der Bundesagentur für Arbeit für Sachsen-Anhalt und Thunngen zuständig, machte deutlich: „Trotz des günstigen Ausbildungsmarktes ist der Beratungsbedarf bei Schülern und Eltern nicht geringer geworden. Die Berufswahl stellt wesentliche Weichen für das weitere Leben. Mit der optimierten Zusammenarbeit wird es uns besser gelingen, eine ,falsche Berufswahl‘ zu verhindern bzw. eine optimale Berufstindung zu sichern und Ausbildungs- und Studienabbrüche möglichst zu vermeiden. Wir wollen Jugendlichen ein breites und realistisches Bild ihrer Berufschancen in Thüringen vermitteln, um sie auch bei uns als zukünftige Fachkräfte im Freistaat zu halten. Dafür wollen unsere Berufsberater verstärkt auch die Möglichkeit von Beratungen an Schulen anbieten.“

Die Vereinbarung sieht für die Schulen ein ganzes Maßnahmenbündel vor. So sollen in den verpflichtenden Gesprächen zur Lernentwicklung auch die Erfahrungen der Schüler mit der Berufsorientierung thematisiert werden. ln Abstimmung mit den Schulträgern werden der Berufsberatung geeignete Räumlichkeiten geboten, um Sprechstunden und berufliche Einzelfallberatungen in der Schule zu ermöglichen. Maßnahmen der praxisnahen Berufsorientierung, wie Betriebsbesichtigungen oder Praktika, sollen verstärkt genutzt werden.

Die Bundesagentur verpflichtet sich, ihre Angebote zur Berufsorientierung direkt an den Schulen anzubieten. Hinzu kommen Gespräche mit den Schulleitungen, in denen gemeinsame Aktivitäten abgestimmt werden. Auch die Information der Eltern über berufskundliche Angebote soll verstärkt werden. Gemeinsam will man das Hauptaugenmerk in der Abgangsklasse auf die Entwicklung von individuell geeigneten Anschlussperspektiven legen.

Insgesamt werden für die Berufsorientierung in Thüringen in diesem Jahr über elf Millionen Euro aufgewandt. Davon trägt die Bundesagentur 2,1 Millionen Euro. Das Land steuert neun Millionen aus ESF-Mitteln in diesen Bereich. Hinzu kommen 320.000 Euro an direkten Landesmitteln. 

( Fanny Zölsmann, 07.05.2016 )

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