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Die Zukunft des Sports bewegen

Mit Vielfalt und einem hohen Niveau den Geraer Sport fit für die Zukunft zu machen, darin sieht Markus Morbach, Präsident des Stadtsportbundes Gera, die zentrale Aufgabe in den kommenden Monaten und stellte die diesjährige Mitgliederversammlung des Stadtsportbundes unter die Frage: Wie bewegen wir die Zukunft des Sports in Gera?
Fast drei Jahre standen Themen wie der Wiederaufbau der Sportstätten nach dem Junihochwasser 2013 oder das Haushaltssicherungskonzept im Fokus der Mitgliederversammlung des Stadtsportbundes.
Zu deutlich zeichnen sich die veränderten Rahmenbedingungen ab. Demografische Entwicklung, veränderte Infrastruktur, finanzielle Ressourcen, dies und vieles mehr werden das Ehrenamt im Sport künftig vor größere Herausforderungen stellen. Sie gilt es zu meistern und der Geraer Sport sei dafür gut aufgestellt, zeigt sich der Präsident zuversichtlich.
Mit einem Zuwachs von 839 Vereinsmitgliedern, 2015 waren es 602, ist ein deutlicher Anstieg zu registrieren. 15.936 Vereinsmitglieder weist die Bestandserhebung 2016 aus. Mit diesem Ergebnis hat der Geraer Vereinssport einen der höchsten Anstiege in Thüringen zu verzeichnen. Die Anzahl der Sportvereine ist mit 110 konstant geblieben. Besonders deutlich ist der Zuwachs im Gesundheits- und Rehasport.
Als besonders erfreulich wertet der Präsident, dass 51,7 Prozent der Geraer Kinder im Alter zwischen sieben und 14 Jahren in Geraer Sportvereinen sich sportlich betätigen oder trainieren. Nicht zu stoppen war der Negativtrend im Altersbereich bis sechs Jahre. Hier gelte es verstärkt, die Zusammenarbeit mit den Kitas zu suchen.
Mit 629 Übungsleiter- und Trainerlizenzen, inklusive Sportassistenten, sei man zwar zunächst gut aufgestellt, darf sich aber nicht davon täuschen lassen, dass auch sie älter werden. „Sichern Sie in ihren Verein systematisch den Nachwuchs an qualifizierten Übungsleitern und sorgen Sie frühzeitig für eine Nachfolge bei der Besetzung der doch sehr wichtigen ehrenamtlichen Funktionen“, so der Appell des Präsidenten an die Vereine.
Ein nicht genutztes Potenzial für den Geraer Sport sieht Markus Morbach in der Studentenschaft. Speziell für sie, die blockweise oder nur an bestimmten Wochentagen in Gera studieren, sollten entsprechende Angebote formuliert werden wie beispielsweise eine Quartalsmitgliedschaft. „Noch sind die Auswirkungen des Hochwassers bei der sportlichen Infrastruktur zu spüren. Das Ende der Wiederherstellung und der Sanierungen von Ersatzsportanlagen der Geraer Sportstätteninfrastruktur ist in Sichtweite“, sagte Markus Morbach, wohl wissend, dass nach Sicht der Sportvereine, die in der Vergangenheit nur zögerlich verlaufende Umsetzung für sehr viel Frust gesorgt hatte. Im Grußwort von Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn, welches von Uwe Müller verlesen wurde, hießt es dazu: „Ich sage es grundheraus: Das Tempo des Wiederaufbaus der Sportstätten nach dem Hochwasser 2013 kann niemand von uns befriedigen.“ 
Gespannt ist man in den Vereinen darauf, welche positiven Impulse von der veränderten Verwaltungsstruktur ausgehen. Der Sport sei nun in direkter Verantwortung der Oberbürgermeisterin, was Markus Morbach als Beleg wertet, für den hohen Stellenwert, den der Sport in Gera genießt. 
Hinsichtlich der geplanten Gebietsreform, wandte sich der SSB-Präsident an den Landessportbund, in Person des anwesenden Präsidenten Peter Gösel, mit der Aufforderung, keine Zerschlagung funktionierender Strukturen zuzulassen und zu bedenken, dass weite Wege den Zusammenhalt im Sport gefährden.
Gefragt ist der Sport auch bei der Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern. Entsprechend ihren Voraussetzungen haben bisher vier Sportvereine Maßnahmen angeboten. Durch den Landessportbund seien dafür finanzielle Mittel in Höhe von 90.000 Euro bereitgestellt.

( Reinhard Schulze, 30.04.2016 )

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