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Ein Herz für Kneipenbummler

Im Zentrum soll das Leben pulsieren: Gaststätten, gemütliche Sitzgelegenheiten, Musik und Unterhaltung. So wünschen sich das viele Geraer und ihre Gäste. In der Praxis sieht das leider oft ein wenig anders aus. Gastronomen beschweren sich über eine „Regelungswut” der Verwaltung. Andere widersprechen dem wiehernden Amtsschimmel...

Bisherige Regelung: Gewerbliche Nutzung der Ostseite Schloßstraße ist in einem zwei Meter breiten Korridor zwischen Gehweg und Fahrbahn (Baumreihe)zulässig. Vor ihren Geschäften dürfen Kaufleute bis zu einer Tiefe von 70 cm Waren anbieten. Etwas großzügiger werden die Gastwirte behandelt. Sie dürfen ab 10 Uhr sogar einen weiteren Meter zwischen Entwässerungsrinne und Straßenmitte nutzen.

Da stellte im vergangenen Jahr das „Köstritzer Bierhaus” ein paar Tische und Stühle heraus – ein kleiner Biergarten also! „Nix da!” empörten sich einige Passanten, die sich am Vorübergehen behindert sahen. Schließlich sei die Straße eine Fußgängerzone, deshalb müsse der gesamte Weg auch den Fußgängern zur Verfügung stehen. Was nun? Der eine möchte eine bunte, belebte Stadt – der andere will das Zentrum für die Fußgänger? Wie entscheidet sich nun der arme Mann, der den „Amtsvorgang” auf den Schreibtisch bekommt?

Er hat das Problem gelöst und legte dem Stadtrat eine Beschlußempfehlung vor, die Sondernutzungssatzung zu verändern. Die Damen und Herren Stadträte zeigten Herz für die Kneipen-Bummler und legten fest, dass die Bestuhlung täglich ab 10 Uhr stehen darf, und zwar auch - und das ist zusätzlich - auf dem hell gepflasterten Klinkerstreifen, also auf dem als Gehweg konzipierten Straßenteil.

Die Neuerung ist völlig kostenfrei, da die Politessen die bereits zum Dienstbedarf erhaltenen Metermaße auch für die neue Aufgabe nutzen dürften, die amtliche Uhrzeit liefert die Uhr am Sparkassen-Hochhaus kostenfrei. 

( Neues Gera, 27.02.2016 )

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